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Plattform Wohnungsbau gegründet

Kampf um niedrige Baukosten

Autor: Gerhard Rodler

Der Österreichische Verband gemeinnütziger Bauvereinigungen (GBV) und PRO Bauen (eine Initiative der Fachgruppe Wien der Immobilien- und Vermögenstreuhänder, des Forschungsverbandes der österreichischen Baustoffindustrie sowie des Verbandes der Baustoffhändler Österreichs) sind eine Kooperation eingegangen.

"Kostentreibende bautechnische Anforderungen, Normen und Auflagen energieeffizienten Bauens haben leistbares Wohnen in den letzten Jahren immer stärker unter Druck geraten lassen", betont GBV-Obmann Karl Wurm. "Ohne zusätzlichen Wohnraum explodieren die Preise und wir verlieren unsere soziale Stabilität", ergänzt Hans Jörg Ulreich, Bauträgersprecher der Fachgruppe Wien der Immobilien- und Vermögenstreuhänder und Obmann von IGPI (Interessens-Gemeinschaft Private Immobilienwirtschaft).

Als wesentlichen Ansatzpunkt für kostengünstigeres Bauen wird von der Initiative eine Reduktion des zuletzt üppig wuchernden Normendickichts angesehen. Ein breites Feld für maßvolle Vereinfachungen ortet die Plattform Wohnungsbau auch bei der Barrierefreiheit sowie dem Brand- und Schallschutz. Was die energetischen Anforderungen der Wohnbauförderung betrifft, spricht sich die Initiative für eine Rückkehr auf den kosteneffizienteren Standard der Generation "Wohnbauförderung 2010" und damit dem Niedrigenergiehaus als Standardbauweise aus.

Als gewichtiger Kostentreiber hat sich auch die in den Bundesländern unterschiedlich geregelte Stellplatzverpflichtung erwiesen. Hier plädiert die Plattform, die Errichtung von Stellplätzen künftig in die Verantwortung der Bauträger zu legen.

Flankierend zum Baukosteneinsparungsprogramm braucht es zur Kostendämpfung im Wohnungsneubau auch wirksame Maßnahmen zur Grundstücksmobilisierung und praxisgerechte Regelungen für Nachverdichtungen im Bestand.