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Porr 2020: Der Virus ist in den Büchern

Die Porr startet mit hohem Auftragsbestand von mehr als 7 Milliarden Euro.

Autor: Franz Artner

Das Jahr 2020 beginnt für die Porr nicht wie gewünscht und erhofft. Zwar verfügt der Baukonzern über Porr einen hohen Auftragsbestand von mehr als 7 Milliarden Euro, das erste Quartal ist aber nicht nach Wunsch gelaufen. Die Produktionsleistung lag mit 942 Millionen 10 Euro Prozent unter jener des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern war saisonal und coronabedingt negativ und belief sich auf -25,5 Mio. Euro „Wir haben einen gesunden Auftragsbestand auf einem Rekord-Niveau. Unsere breite Aufstellung ist - vor allem in dieser herausfordernden Zeit - ein großer Wettbewerbsvorteil“, sagt Karl-Heinz Strauss, CEO der Porr. „Wir sind stabil in das neue Jahr gestartet, leider mussten wir ab März coronabedingt Leistungs- und Ergebniseinbußen einnehmen.“ Der Rückgang in Höhe von 10,0 Prozent seine zu einem Großteil auf den österreichischen Markt zurückzuführen - circa 1.000 Baustellen mussten hier coronabedingt, aufgrund regulatorischer Maßnahmen temporär geschlossen werden, so der Konzern. Im Vergleich zum Vorjahr trugen auch die konsequent selektive Projektakquisition sowie das Auslaufen von Großprojekten in Katar zum Rückgang bei. Die Business Unit 2 - Deutschland (BU 2) konnte hingegen ihr Leistungsniveau steigern.

Die Umsatzerlöse sanken um 3,5 Prozent auf 912,4 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Ergebnis vor Steuern war saisonal- und coronabedingt negativ. Es lag bei einem Minus von 25,5 Millionen, branchentypisch hat das erste Quartal in der Bauwirtschaft eine geringe Aussagekraft für das gesamte Jahr.

Der Auftragsbestand stieg im Vergleich zum Ultimo 2019 und lag mit 7,25 Milliarden Euro nahezu auf dem Rekordniveau des Vorjahres.

Allerdings: Der Auftragseingang reduzierte sich im Vergleichszeitraum um 17,2 Prozent auf 1,135 Milliarden Euro Dieser Rückgang resultiere aus der strategisch selektiven Auftragsakquisition, so eine Aussendung.

Die Ausbreitung der COVID-19-Pandemie, insbesondere seit Anfang März 2020, führe derzeit zu temporären Einschränkungen des persönlichen, öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens. Es bestehe derzeit eine hohe Unsicherheit bezüglich des tatsächlichen Ausmaßes der Corona-Krise und der wirtschaftlichen Implikationen aus dem Shutdown in vielen Ländern. „Welche Auswirkungen diese bisher einmalige Ausnahmesituation auf das Wachstum der betroffenen Volkswirtschaften und damit auf die Bautätigkeit haben wird, ist noch nicht absehbar. Eine seriöse Bewertung und Anpassung der im März kommunizierten Ziele 2020 ist daher zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich“, so die Porr.

Außerdem gilt: Gemeinsam schaffen wir das!