immoflash

Porr bereitet Immo Spin-off vor

Im 2. Schritt Fusion mit UBM

Autor: Gerhard Rodler

Bei der Porr geht es rund: Nach dem überraschenden Kauf der CA Immo-Anteile an der UBM wurde nun ebenso überraschend die Ausgliederung des gesamten Immobilienbereiches, bestehend aus der Development- und Bauträgertochter Strauss und Partner, den UBM-Anteilen und den noch vorhandenen, nicht betriebsnotwendigen Immobilien der Porr angekündigt. Eher ungewöhnlich verlief dabei auch die Informationspolitik. Während einige - nicht alle (!) - Medien zu einer Pressekonferenz heute Montag vormittag geladen worden waren, wurden bereits am Sonntag Nachmittag (unmittelbar nach der stattgefundenen Vorstandssitzung) die wesentlichsten Informationen dieser Pressekonferenz via APA ad hoc an die Öffentlichkeit gebracht.

Die wichtigsten Infos kurz zusammengefaßt: Die Porr formiert aus den bis dato noch nicht verkauften und nicht betriebsnotwendigen Immobilien inklusive der mehrheitlichen Beteiligung an der UBM Realitätenentwicklung AG sowie Strauss und Partner eine eigenständige Gesellschaft, die an der Wiener Börse notiert sein soll. An der neuen Immo-Gesellschaft sollen die bisherigen Porr-Aktionäre im Wesentlichen im selben Verhältnis beteiligt sein wie am Baukonzern. Ursprünglich war - nur für den Porr-Immobilienbereich - vor einigen Jahren ein Fonds geplant. Längstens Anfang 2015 soll die neue Gesellschaft „stehen“.

Die Porr selbst hat im Halbjahr ihre Zahlen deutlich verbessert. Die Bauleistung stieg um 23,4 Prozent auf 1,59 Mrd. Euro, der Umsatz um 32,2 Prozent auf 1,362 Mrd. Euro und das Betriebsergebnis (EBIT) lag mit 19,2 Mio. ebenfalls rund ein Drittel (32,4 Prozent) höher als in der Vorjahresperiode. Das Ergebnis je Aktie war mit 0,19 Euro (minus 0,32 Euro) wieder im Gewinnbereich. Die UBM wiederum hat im ersten Halbjahr ihre Bauleistung von 112,2 auf 142,8 Mio. Euro gesteigert. Das Betriebsergebnis kletterte von 11,6 auf 14,5 Mio. Euro. Das Ergebnis je Aktie stieg von 0,88 auf 1,09 Euro. Die UBM gilt nicht nur als eine der ältesten Aktien an der Wiener Börse, sondern auch als besonders stabiler Ertragsbringer. Als einzige heimische Immogesellschaft an der Wiener Börse konnte der international aktive Bauträger auch in den Immobilien-Krisenjahren stabile Erträge abliefern. UBM ist zwischenzeitig hinter der Immofinanz Österreichs bekannteste Immobilienmarke in Europa und auch jene Marke mit den höchsten Vertrauenswerten. Bei der Pressekonferenz ließ PORR-Generaldirektor Karl-Heinz Strauss daher auch verlauten, dass UBM im Zuge der Neuordnung des Immobiliengeschäftes erhalten bleiben wird: „Die noch zu gründende PORR Immobilien AG soll nächstes Jahr in die UBM hineinfusioniert werden.“