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Positives vom Berliner Büromarkt

Höhere Flächenumsatz als zuvor

Autor: Gerhard Rodler

Die lebhafte Nachfrage auf dem Berliner Büromarkt setzt sich entgegen dem bundesweiten Trend weiter fort: Mit einem Flächenumsatz von rund 392.000 m² erzielt die Hauptstadt das beste 9-Monats-Ergebnis der vergangenen 10 Jahre. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE). Die lebhafte Nachfrage auf dem Berliner Büromarkt setzt sich entgegen dem bundesweiten Trend weiter fort: Selbst im Jahr 2011, das zu den nachfragestärksten Jahren zählt, konnte kein besserer Wert erreicht werden. Gegenüber dem nur durchschnittlichen Umsatz aus dem Vorjahreszeitraum zog das Volumen sogar um gut ein Fünftel an. Auch in den ersten drei Quartalen 2014 liegen die im Berliner Markt traditionell starken sonstigen Dienstleistungen vorn und leisteten den mit Abstand größten Beitrag zum Flächenumsatz: Knapp jeder vierte Quadratmeter geht auf ihr Konto. Informations- und Kommunikationstechnologien bauten ihren Anteil im Vergleich zum Vorjahr deutlich aus und landen mit knapp 18 Prozent auf Rang 2. Recht nah beieinander liegen Beratungsgesellschaften (knapp 10 Prozent), Handel und Industrieverwaltungen (je rund 8 Prozent) sowie die Branche Transport und Verkehr (7 Prozent). Von der grundsätzlich breit gestreuten Nachfrage zeugt der mit über 25 Prozent hohe Beitrag der sonstigen Nachfragegruppen.

Der seit Jahren zu beobachtende kontinuierliche Leerstandsabbau ist auch im dritten Quartal nicht zum Stillstand gekommen. Insgesamt hat sich das Volumen kurzfristig verfügbarer Flächen in den vergangenen zwölf Monaten um rund 6 Prozent reduziert und summiert sich aktuell auf 910.000 m². Damit fällt die Leerstandsquote deutlich unter die 5%-Grenze (4,8 Prozent).

Die Flächen im Bau umfassen Ende September rund 267.000 m² und weisen damit keine Veränderung gegenüber dem Vorjahr auf. Auch die hiervon noch verfügbaren Flächen liegen - trotz gewisser Schwankungen im Jahresverlauf - zum Ende des dritten Quartals mit 96.000 m² nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau. Diese konzentrieren sich auf nur wenige Lagen im Stadtgebiet: Mit dem Hauptbahnhof (29.500 m²), der Topcity West (20.000 m²) und Adlershof (14.500 m²) sorgen drei Teilmärkte für rund zwei Drittel des gesamten spekulativen Bauvolumens. Das insgesamt verfügbare Flächenangebot (Leerstand + verfügbare Flächen im Bau) ist auf 1,01 Mio. m² gesunken.)

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