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Premium-Büros bleiben nachgefragt

Qualität wird immer entscheidender

Autor: Charles Steiner

Premium-Büroflächen erweisen sich im Zuge der aktuellen Coronapandemie als bislang widerstandsfähigstes Segment im Bürosektor. Mehr noch: Sie seien resilienter als das A-Büroflächen-Segment insgesamt, so der globale „Premium Office Rent Tracker“ von JLL. Demnach seinen die Mieten für Premium-Büroflächen in den wichtigsten Büromärkten gegenüber dem Vorjahr in lokaler Währung lediglich um durchschnittlich minus 3,0 Prozent gesunken, gegenüber einem Rückgang der effektiven Nettomieten auf dem gesamten Büroflächenmarkt im A-Segment um minus 5,2 Prozent.

„Diese Entwicklung bestätigt die weiter andauernde 'Flucht in Qualität'. Im Zuge der Anpassung von Büroflächen-Anforderungen an eine 'neue Normalität' gewinnen Qualitätskriterien nutzerseitig nämlich eine immer größere Relevanz“, so Hela Hinrichs, Senior Director, JLL EMEA Research & Strategy.

6 der 10 teuersten Büromärkte weltweit befinden sich in der Region Asien-Pazifik: neben Hongkong-Central in der Top-Position sind es Teilmärkte der chinesischen (neben der Finance Street auch das CBD) sowie der japanischen Hauptstadt, neben dem genannten Tokio-Marunouchi auch Tokio-Shibuya und Tokio-Shinjuku. Die US-amerikanischen Technologiezentren Silicon Valley und New York-Midtown South gehören ebenfalls zu den Top-10-Märkten weltweit. Auf Platz 29 taucht Berlin als erste deutsche Metropole (US-Dollar/m²/Jahr) im Ranking auf. Auch München (Platz 31, 930 US-Dollar/m²/Jahr) und Frankfurt (Platz 43, 849 US-Dollar/m²/Jahr) gehören zu den 50 teuersten Büromärkte weltweit.

Vor allem Technologiefirmen treiben Premiummieten an. Hinrichs: „Technologieunternehmen, allen voran Online-Plattformen, spielen weiterhin eine Schlüsselrolle bei der Büroflächen-Nutzung im Premiumsegment und den damit verbundenen Kosten. In Bezug auf die Nachfrage sind sie nach Bank- und Finanzdienstleistungen an zweiter Stelle zu finden. Last not least bilden Technologieunternehmen in innovationsstarken Städten wie San Francisco, London und Tokio aber auch im indischen Technologiezentrum Bangalore eine nicht zu unterschätzende Marktmacht im Bürosektor.“