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Punktesieg für Makler

Immer mehr wenden sich an Makler

Autor: Gerhard Rodler

Ersetzbar oder nicht ersetzbar? Wie denken Österreichs Eigentümer über die Begleitung ihres Immobilienverkaufs durch einen professionellen Immobilienmakler und vor allem: wie gehen die Meinungen je nach Region und Objekttyp auseinander? IMMOunited, der Marktführer in der Bereitstellung von Daten rund um österreichische Immobilien, ist der spannenden Frage nachgegangen, in wieweit die Leistung eines Immobilienmaklers in Österreich derzeit bei Verkäufen in Anspruch genommen wird.

Das Ergebnis einer telefonischen Umfrage von rund 5.000 Personen in Österreich, die im Zeitraum Jänner 2012 bis September 2013 eine Immobilie veräußert/erworben haben, gibt einen aufschlussreichen Überblick über die Situation am heimischen Immobilienmarkt: quer über alle Regionen und Kategorien lässt sich ableiten, dass im Zeitraum der letzten 21 Monate schon über die Hälfte, nämlich 54 Prozent, die professionelle Unterstützung eines Maklers für Immobiliengeschäfte in Anspruch genommen hat.

Rund 5.000 Personen in Österreich, die im Zeitraum Jänner 2012 bis September 2013 Immobilien veräußert/ erworben haben, wurden telefonisch dazu befragt, ob die Transaktionen mit oder ohne Unterstützung eines Maklers durchgeführt worden sind. Ausgewertet wurde regional nach urbanem und ländlichem Gebiet sowie nach den Objektkategorien Grundstücke (Bauland > EUR 10,-/m²), Einfamilienhäuser (zwischen EUR 50.000,- bis EUR 700.000,-) und Wohnungen (ab EUR 600,-/m² und Kaufpreis > EUR 40.000,-).

Anhand der regionalen Klassifikation in die Stadt-Gruppen OST (Wien, Niederösterreich, Burgenland), WEST (Vorarlberg, Tirol, Salzburg, Oberösterreich), SÜD (Steiermark, Kärnten) ist klar ersichtlich, dass der Immobilienmakler im Osten rund zwei Drittel der Geschäfte abwickelt, wogegen die Antworten der Befragten in den westlichen Städten fifty-fifty ausfallen. In den südlichen urbanen Gebieten Österreichs gaben rund 58 Prozent der Befragten an, ihre Immobilien durch einen Makler verkauft zu haben.

Betrachtet man Österreichs Städte gesamt, lässt sich die Schlussfolgerung „je größer die Stadt desto höher der Wunsch nach Inanspruchnahme von Maklerleistungen“ ableiten: während kleinere Städte wie Feldkirch gerade mal 45 Prozent der Transaktionen via Immobilienmakler abwickeln, verzichten in Graz nur 40 Prozent und in Wien sogar nur rund ein Drittel der Abgeber auf die fachliche Unterstützung eines Vermittlers.

Anders sieht es hier schon in den ländlichen Regionen aus: im östlichen Gebiet verkaufen rund 43 Prozent ihre Immobilien privat, im Westen verzichten jedoch immerhin rund 55 Prozent auf einen Makler. Im südlichen Teil unseres Landes veräußert jeder zweite Eigentümer seine Immobilie mithilfe eines Maklers.

Unterteilt man die ländlichen Gebiete genauer in die Kategorien, so kristallisiert sich bei Grundstücken ein Makleranteil bei der Durchführung von Immobilientransaktionen von rund 12 Prozent heraus. Bei der Gruppe der Einfamilienhäuser erstreckt sich der Makleranteil immerhin auf zwei Drittel. Betrachtet man die Kategorie Wohnungen, so hält sich der Anteil ziemlich die Waage: 56 Prozent der Verkäufe wurden hier über einen Makler abgeschlossen.

„Daraus lässt sich ableiten, dass der österreichische Immobilienmarkt für Immo-Experten vor allem was Grundstücke und ländliche Gebiete anbelangt, noch enormes Potential in der Erschließung neuer Marktanteile hat“ freut sich Anita Körbler, Geschäftsführerin der IMMOunited GmbH.