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Raiffeisen KAG dampft sich ein

Nach Managementwechsel folgt der Sparkurs

Autor: Gerhard Rodler

Drei Monate nach dem Managementwechsel in der Raiffeisen Kapitalanlage-Gesellschaft m.b.H. (Raiffeisen KAG) setzt das neue Geschäftsführungsteam Michael Höllerer, Rainer Schnabl und Dieter Aigner die Eckpunkte der neuen Unternehmensstrategie fest. Die Organisation wird durch die Integration von Tochtergesellschaften vereinfacht, das Geschäft über die Raiffeisen Bankengruppe forciert und mit Ingrid Szeiler ein neuer Chief Investment Officer (CIO) etabliert.

Die Tochtergesellschaften Raiffeisen Vermögensverwaltungsbank (RVV) und Raiffeisen International Fund Advisory (RIFA) werden per Juni bzw. September 2014 mit der Muttergesellschaft verschmolzen. Auch bei der Integration der Vertriebstochter RIFA stehen die Vereinfachung organisatorischer und rechtlicher Strukturen sowie die Hebung von Synergien im Vordergrund. Generell will sich die Raiffeisen KAG künftig stärker auf das bankengruppeneigene Geschäft konzentrieren. „Es gibt sowohl im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit den Landesbanken, als auch mit der Raiffeisen Bank International (RBI) Potenziale, die wir künftig besser und intensiver nutzen möchten“, so Schnabl weiter. Wesentlicher Teil der Vertriebsstrategie bleibt das Geschäft mit heimischen Großkunden. Im internationalen Vertrieb steht ein selektiverer Marktzugang im Vordergrund. Verschlankt wird auch die Führungsstruktur im Kernbereich Fondsmanagement, der künftig von Ingrid Szeiler geleitet wird. Szeiler war bislang Vorstand in der RVV und davor mehr als 15 Jahre in führenden Asset Management-Funktionen tätig, den überwiegenden Teil davon in der Raiffeisen KAG. Die bisherigen Fondsmanagement-Leiter Kurt Kotzegger (Aktien) und Robert Senz (Anleihen) wenden sich – ebenso wie der bisherige RIFA-Geschäftsführer Andreas Witzani - neuen Herausforderungen zu.

Das Geschäft mit Verwaltungsmandaten wird aufgewertet und gemeinsam mit Mid- und Back-Office-Agenden im Bereich Fondsservice gebündelt. Durch intensivere Nutzung der natürlichen Fluktuation und die Forcierung des Arbeitsmarkts innerhalb der Raiffeisen Bankengruppe sollen die Personalkosten sinken.

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