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Raiffeisenbank finanziert meiste Zinshäuser

Analyse der Kreditvergaben in Wien

Autor: Gerhard Rodler

Gut 56 Prozent aller Wiener Zinshaus-Kaufvertrags-Transaktionen im Jahr 2015 waren finanziert bzw. hatten mindestens ein Pfandrecht im C-Blatt des Grundbuches hinterlegt. Die Wiener Zinshaus-Käufer waren im vergangenen Jahr in 80 Prozent der Fälle juristische Personen und in nur 20 Prozent der Fälle Privatpersonen.

Das ergab jetzt eine Auswertung von IMMOunited, für die über 650 Kaufvertrags-Transaktionen für Zinshäuser beziehungsweise Zinshausanteile mit einem B-Anteil von mindestens einem Viertel und Kaufvertragsdatum 2015 herangezogen wurden. Zu diesen Kaufverträgen wurden im ersten Halbjahr aktuelle Grundbuchauszüge abgerufen, um in weiterer Folge Pfandrechte aus dem C-Blatt mit den Kaufverträgen zu verknüpfen.

In 140 Fällen war eine exakte Verknüpfung zu einem Kaufvertrag nicht möglich, da sich die Eigentümerstruktur innerhalb des betrachteten Zeitraumes bereits geändert hat. Dabei blieben rund 80 Prozent der Kaufvertrags-Transaktionen übrig, welches einem Gesamtvolumen von rund 1,8 Milliarden Euro entsprach.

Das Ranking der Kreditgeber für Zinshäuser 2015 wird klar von der Raiffeisenbank angeführt. Sowohl in Hinblick auf die Anzahl der vergebenen Kredite, als auch die Summe der Höchst-Betrag-Hypothek (HBH) liegt das Kreditunternehmen mit einem Gesamtvolumen von gut 400 Millionen Euro deutlich an erster Stelle und beansprucht damit knapp die Hälfte (44 Prozent) der von Banken finanzierten Pfandrechtsummen für Zinshäuser im Jahr 2015 in Wien für sich (rund 900 Millionen Euro).

Mit einem Gesamtvolumen von knapp 145 Millionen (16 Prozent) deutlich abgeschlagen auf Platz zwei liegt die UniCredit Bank Austria. Hierbei besonders interessant: Zwar vergab die Bank Austria im Vergleich nur selten Pfandurkunden, diese waren jedoch in ihrer Summe deutlich höher als die der anderen Banken. An dritter Stelle folgt die Erste Bank (13 Prozent), die es im vergangenen Jahr auf eine Höchst-Betrag-Hypotheken-Summe von 113 Millionen brachte.