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Reiseflughöhe für Büromarkt

Ab 2015 werden Flächen knapp

Autor: Gerhard Rodler

Die heimischen Büroimmobilienbranche darf relativ beruhigt nach München zur kommenden EXPO Real in genau einer Woche fahren: Fünf Jahre nach Beginn der Wirtschafts- und Finanzkrise zeigt sich der Wiener Büromarkt wieder stabil: Die Talsohle sei durchschritten, mit konstanten Nominalmieten und Renditen sowie einer international verglichen niedrigen Leerstandsrate präsentieren sich die wichtigsten Indikatoren traditionell unauffällig und schwankungsarm. Nur am Investmentmarkt sei die Krise noch zu spüren, heißt es im aktuellen Büromarktbericht der Otto Immobilien Gruppe. Mit 240.000 m² lag die Vermietungsleistung allerdings bisher noch unter den Erwartungen. Als Grund ortet Eugen Otto die gestrigen Wahlen, aufgrund derer viele Anmietentscheidungen öffentlicher Stellen aufgeschoben worden sind. Das sollte, so Otto, für ein boomendes erstes Halbjahr 2014 sorgen.

Und dennoch: Weil das Angebot an neuen Flächen nur bei 140.000 m² lag – und damals ebenfalls niedriger als erwartet – ist der Wiener Büromarkt durch und durch gesund. Mit – aus Vermietersicht – sonnigen Aussichten: Im kommenden Jahr kommen gar nur noch rund 100.000 m² an Neubauflächen auf den Markt. Und selbst von diesen 100.000 m² sind laut Otto Immobilien bereits 75 Prozent vorvermietet.

Diese gedrosselte Neubauleistung wird Ende 2014/2015 zu einem historisch geringen Flächenangebot führen.

Erst in den Jahren 2016 und 2017 schließt sich dieses Zeitfenster, wenn etwa am Haupt- und Nordbahnhof große Flächen auf den Markt kommen.

Die Mietpreise präsentieren sich laut Otto Immobilien weiterhin moderat: mit durchschnittlich 12,50 Euro netto pro Quadratmeter und Monat bzw. mit einer Spitzenmiete von 24,50 netto pro Quadratmeter und Monat. Der Investmentmarkt blieb 2013 mit einem Transaktionsvolumen von 1,6 Mrd. Euro hinter den Erwartungen zurück. Viele Investoren zeigten sich deutlich vorsichtiger, Ankaufsprozesse dauerten aufgrund ausführlicher Due Diligence-Prüfungen länger als etwa noch vor 2008, berichtet Martina Paukner. Die Nachfrage konzentriere sich vor allem auf Top-Büroobjekte, für Core-Objekte in Toplagen seien Renditen von 5,25 Prozent mit fallender Tendenz, für durchschnittliche Lagen Renditen von 6+ Prozent zu erreichen.