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Reiwag startet in Dubai

Notarsdienste statt Reinigung

Autor: Gerhard Rodler

Das österreichische Dienstleistungsunternehmen REIWAG, groß geworden vor allem mit Reinigungsdienstleistungen, geht neue, durchaus exotische Wege. Sie hat sich kürzlich mit 70 Prozent als stiller Gesellschafter an der neu gegründeten „R.M Conveyancing FZE“ beteiligt. Dieses Unternehmen ist in der Ras Al Khaimah Free Trade Zone (Zweigbüro in Dubai Emirates Tower) angesiedelt. Sie wird Conveyancing kommt aus dem britischen Immobilienbereich und ist am ehesten vergleichbar mit der Position eines Notars beim An- bzw. Verkauf, bevor das Landdepartment den Title Deed in den VAE, als Eigentumsnachweis, ausstellt.

REIWAG-Geschäftsführer Viktor Wagner: „Es ist uns bewusst, dass dies einen komplett neuen Geschäftszweig darstellt, jedoch handelt es sich immerhin auch um eine Dienstleistung.“ Diese Expansion kommt vor dem Hintergrund gut laufender Geschäfte im Kernbereich. In Österreich lag das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr bei 15 Prozent.

Die tschechische KOMWAG an der die REIWAG mit 56 Prozent beteiligt ist, erhielt nach 10 Jahren Stadt-, Straßen- und Müllabfuhrbetreuung in Prag eine neuerliche Vertragsverlängerung über weitere 10 Jahre in Gegenwert von 350 Millionen tschechische Kronen (rund 13 Millionen Euro).

In Serbien hat die REIWAG einen Neustart für Facility Management (Recycling von Plastikflaschen wird bereits mit einem Partner seit Jahren betrieben) hingelegt. Ein erstes Bürohaus wird seit kurzem betreut. In der Slowakei gibt es erste Gespräche mit einem britisch-indischen Konzern zur Betreuung einer weiteren Autofabrik.

In Kroatien ist die REIWAG einer der Marktführer und betreut nahezu alle großen Shoppingcenter.

Selbst in Rumänien läuft es rund. Die B.S.S., an welcher REIWAG mit 83,33 Prozent beteiligt ist, ist dort dabei, Immobilien verwerten. Aufgrund eines neuen Gesetzes können zahlungsunfähige Mieter ihre Wohnungen nämlich an die kreditgebende Bank retournieren. REIWAG hat dazu einen Vertrag mit der größten Bank des Landes abgeschlossen und übernimmt Wohnungen in die Verwaltung.

Insgesamt wird für 2016 ein Gruppenumsatz von 65 Millionen Euro (plus 15 Prozent) erwartet. 3.000 Mitarbeiter sind tätig.