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Rekordinvestitionen in Österreich

Historisches All-time-high erreicht

Autor: Gerhard Rodler

Bereits das erste Halbjahr 2014 war mit einem Investmentvolumen von 1,33 Euro Mrd. sehr stark am heimischen Immobilieninvestmentmarkt. Im dritten Quartal wurden weitere 770 Mio. Euro in österreichische Immobilien investiert, was ein Investmentvolumen von 2,1 Euro Mrd. von Januar bis September 2014 bedeutet. „Ende 2014 sollten wir bei rund 2,9 Euro Milliarden Investmentvolumen in Österreich stehen – der höchste Wert seit unseren Aufzeichnungen“, so Georg Fichtinger, Head of Capital Marktes, CBRE Österreich, der ein Rekordjahr und noch zahlreiche spannende Deals und Transaktionen bis zum Jahresende erwartet.

Erstmals seit fünf Jahren waren österreichische Investoren mit einem Anteil von rund 24 Prozent am Investmentvolumen unterrepräsentiert, 76 Prozent aller Investments am österreichischen Immobilienmarkt wurden von ausländischen Investoren getätigt, rund ein Viertel aller Investments entfielen auf Investoren aus Deutschland. Internationale Konsortien haben den österreichischen Markt – entsprechend den Prognosen – entdeckt und investieren in diesen kräftig weiter.

Waren in den vergangenen Quartalen – vor allem getrieben durch den Verkauf einiger Shopping Centers – noch Retailimmobilien top für Investoren, so standen im dritten Quartal 2014 vor allem Büroimmobilien im Fokus. Rund 43 Prozent des Transaktionsvolumens entfielen auf Büroimmobilien – darunter das ÖBB Zentralgebäude (Investor: BA Real Invest) oder das Büroobjekt Gate 2 in 1030 Wien (Investor: Deka). Die größte Transaktion im dritten Quartal 2014 war jene der rund 97.000m² umfassenden, gemischt genutzten Millennium City an ein internationales Konsortium rund um Morgan Stanley.

Rund 36 Prozent des Investmentvolumens entfielen von Juli bis September 2014 auf Einzelhandelsimmobilien, der bisher in Österreich unterrepräsentierte Logistiksektor gewann im dritten Quartal 2014 an Attraktivität, nachdem 3 Objekte (1 in Oberösterreich und 2 in der Steiermark) aus einem europaweiten Logistikportfolio von insgesamt 19 Logistik-Assets verkauft wurden (Investor: Blackstone).

Die Spitzenrenditen sind in allen Segmenten neuerlich leicht gesunken.