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Nachfrage Wohninvestment

Rekord auch in Deutschland

Autor: Gerhard Rodler

Da gleichen sich Deutschland und Österreich wie ein Ei dem anderen. Wie in der Alpenrepublik läuft auch in Deutschland die Nachfrage nach Investitionen in Wohnimmobilien auf höchsten Touren. 2015 ist jedenfalls ein neuer Rekordinvestmentstand schon jetzt abzusehen. Das belegen auch die eben vorgelegten Zahlen aus dem ersten Quartal in Deutschland. Für knapp 9,7 Mrd. Euro wechselten in den ersten drei Monaten dieses Jahres Wohnimmobilienpakete den Eigentümer. Dies ist ein Anstieg von 76 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres, wobei mehr als 80 Prozent des im 1. Quartal 2015 realisierten Transaktionsvolumens auf die Übernahme der Gagfah durch die Deutsche Annington entfallen. Da für den weiteren Jahresverlauf noch mehrere Übernahmen bzw.

Zusammenschlüsse von Wohnungsunternehmen zu erwarten sind, wird im Jahr 2015 voraussichtlich ein neuer Umsatzrekord am Wohnungsportfoliomarkt erzielt werden, wobei deutlich mehr als die Hälfte dieses Umsatzes auf Transaktionen am Kapitalmarkt entfallen dürfte.

Neben dem Gagfah-Portfolio wurden im 1. Quartal 2015 noch 56 weitere Wohnungspakete verkauft und damit vier mehr als im Vorjahreszeitraum. Allerdings ist die Zahl der Transaktionen mit mindestens 1.000 Einheiten von zehn auf vier zurückgegangen - eine Folge des geringen Angebots in diesem Größensegment. Ein Nachfrageüberhang besteht über alle Größenklassen hinweg, was sich auch in der Preisentwicklung widerspiegelt. Im Durchschnitt wurden für die im 1. Quartal gehandelten Einheiten mehr als 64.000 Euro gezahlt (+ 18 Prozent ggü. Q1-2014). Bei mehr als jedem dritten Paket wurde ein Preis von mindestens 100.000 Euro je Einheit erzielt.

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Kommentare

Robert Waisocher | 08.04.2015 17:13

Was ich nicht verstehe sind die Angaben in Euro pro Einheit., das ist als würde man Obst nach Stückpreisen und nicht nach Kilopreisen verkaufen. Eine Melone kostet also ca. 2 Euro, egal wie viel diese wiegt, 2 kg oder 5 kg ? Die Größe einer Wohneinheit variiert schließlich meistens von 30 bis 120 m² und bezahlt wird am Bau auch nach m² verbauter Fläche. Also bitte schreiben Sie als Redakteur einer Fachzeitschrift auch fachlich richtige und greifbare (vergleichbare) Daten.