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Rekordumsatz bei Hamburger Anlageimmobilien

Immobilienpreise und Mieten haben Höhepunkt erreicht

Autor: Gerhard Rodler

Im Jahr 2013 wurden in Hamburg 411 Wohn- und Geschäftshäuser verkauft. Dabei wurde in der Hansestadt mit einem Gesamtumsatz von rund 1,19 Milliarden Euro der höchste jemals gemessene Wert erzielt. Dies geht aus dem aktuellen „Marktreport Wohn- und Geschäftshäuser Hamburg 2014/2015“ des international tätigen Beratungs- und Vermittlungsunternehmens Engel & Völkers Commercial hervor.

Der Durchschnittspreis pro Anlageimmobilie stieg im Vergleich zum Vorjahr von 2,16 auf 2,89 Millionen Euro. Der Flächenumsatz erhöhte sich um acht Prozent auf 552.000 m². „Viele Eigentümer nutzten das hohe Preisniveau zum Verkauf“, berichtet Oliver Ihrt, Leiter des Bereichs Wohn- und Geschäftshäuser bei Engel & Völkers Commercial in Hamburg.

Der starke Anstieg des Umsatzvolumens ist insbesondere auf die außergewöhnlich hohe Verkaufszahl in guten und sehr guten Lagen zurückzuführen. Das zeigt auch, dass Eigentümer in diesen Lagen nicht mehr von deutlichen Preisanstiegen ausgehen, sondern ihre Anlagestrategie neu ausrichten und verkaufen. Mit insgesamt 101 gehandelten Zinshäusern wurden rund ein Viertel aller Transaktionen in guten und sehr guten Lagen wie Eimsbüttel (28 Verkäufe), Altona-Altstadt (22), Winterhude (21), Harvestehude (16) und Ottensen (14) getätigt.

Die Käufer stammen vornehmlich aus Hamburg. Freiwerdender Wohnraum lässt sich in allen Lagen zügig neu vermieten, weil die Nachfrage hoch ist. 2013 wurden in Hamburg 6.407 Neubauwohnungen fertiggestellt.

Dies entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Zuwachs von 68,9 Prozent. Die lebhafte Bautätigkeit der vergangenen Jahre führte aufgrund des stetigen Zuzugs aber nicht zu einer Entspannung der Mietpreise. Gleichwohl hält Engel & Völkers Commercial den Trend von weiter steigenden Mieten und Kaufpreisfaktoren für unterbrochen.