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Re/max-ImmoSpiegel: Rekordjahr 2015

Auch 2016 weitere Zuwächse erwartet

Autor: Linda Kappel

Die endgültigen Zahlen des Re/max ImmoSpiegel liegen zwar erst im März 2016 vor, schon jetzt aber ist klar: 2015 wurde erstmals die Grenze von 100.000 Immobilien-Verkäufen pro Jahr deutlich durchbrochen; rund ein Zehntel geht auf das Konto von Vorzieheffekten wegen der Steuerreform. „Das steigende Immobilienangebot im Jahr 2015, die weiterhin gute Nachfrage, die weitgehend stagnierenden Preise, das historisch niedrige Zinsniveau sowie die Steuerreform - all dies hat dazu geführt, dass 2015 der Immobilienmarkt gut florierte“, erklärt Re/max-Geschäftsführer Bernhard Reikersdorfer. Für das Immobilienmakler-Netzwerk drückte sich dies in einer Umsatzsteigerung gegenüber 2014 von +17 Prozent aus.

Und die Rahmenbedingungen dürften freundlich, wenngleich moderat bleiben. Die 520 Re/max-Experten, die bei der Auswertung der Daten und Bestimmung des Zukunftsindex eingebunden sind, erwarten für 2016 weitere Anstiege bei Angebot und Nachfrage: 2,1 Prozent mehr Immobilien-Suchende, 2,5 Prozent mehr Häuser, Wohnungen und Grundstücke am Markt - was sich in einem Preisanstieg über alle Segmente von Plus 0,6 Prozent widerspiegeln könnte - mit divergierenden Tendenzen. In Summe könnten die Transaktionen nach (hochgerechnet) 110.000 wieder auf ca. 95.000 zurückgehen. Für 9 der 17 Re/max-Objekt-Kategorien wird für heuer mit einem Preisanstieg gerechnet, im Vorjahr betraf das nur ein Viertel. Im oberen Preissegment sinkt die Nachfrage um 3,7 Prozent, so die Erwartung, auch der Preisentwicklung wird deutlich negativ. „Die Preisklasse für die gehobene Preisklasse ist pessimistischer als für den mittleren und unteren Bereich, aber optimistischer, als sie für 2015 war“, sagt Anton E. Nenning, Re/max Austria Managing Director. Im mittleren Segment steigen Nachfrage und Preis je etwas über 2 Prozent, die Preise um 0,7 Prozent und im unteren Immobilien-Preissegment wird die Musik spielen: die Nachfrage zieht spürbar um 6,8 Prozent, das Angebot aber nur um 1,6 Prozent an, die Preiserwartungen liegen bei 2,4 Prozent. Entscheidend sind - wie üblich - die Lage, aber auch der Objekttyp: Mietwohnungen in Top-Lagen werden am meisten gefragt sein, mit etwas schwächerer Tendenz. Eigentumswohnungen in Top-Lagen werden mehr Wert-Zuwachs sehen (Erwartungen: 4,4 Prozent, für 2015 galten 2,5 Prozent). Mietwohnungen am Stadtrand liegen noch im Aufwärtstrend, solche am Lang im Minus. Eigentumswohnungen am Stadtrand sollten im Preis um 1 Prozent steigen - hier wird sich zeigen, wie nachhaltig eine Trendumkehr ist, wenn Wohnen in Innenstadtlage immer weniger leistbar wird. Die Eigentumswohnungspreise am Land zeigen sich deutlich schwächer.

Geografisch betrachtet wird es im Ländle am stärksten aufwärtsgehen, gefolgt von NÖ und der Steiermark, die stärkste Abwärtstendenz ist für Salzburg zu erwarten, rückläufig werden sich auch die Bundesländer Tirol, Burgenland, Kärnten und OÖ entwickeln.

Wieder im Kommen sind nach Ansicht von Re/max als „trendige Luxus-Wohnformen der Stadt“ Penthouses, Loft und Maisonetten. An Attraktivität gewinnen weiters Einfamilienhäuser am Stadtrand und am Land, auch bei Baugrundstücken führen verstärkte Nachfrage, aber leicht sinkendes Angebot zu einem deutlichen Preisanstieg, 3,9 Prozent - doppelt so viel wie in der 2015er-Prognose, dies gilt umso mehr für Baugrundstücke ohne Bauverpflichtung.