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Renditen immer noch rückläufig

Bürorenditen schon auf 4,3 % und weiter sinkend

Autor: Gerhard Rodler

München bleibt auch nach drei Quartalen der mit Abstand beliebteste Investmentstandort und führt die Rangliste der großen Städte in Deutschland klar an. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE).

Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 3,47 Mrd. Euro konnte das schon gute Vorjahresergebnis noch einmal um fast 36 Prozent übertroffen werden. Im langfristigen Vergleich liegt der Umsatz sogar um rund 57 Prozent über dem zehnjährigen Durchschnitt. Noch spannender ist derzeit freilich der Blick auf die Renditenentwicklung. Seit vielen Quartalen geht es mit der erzielbaren Rendite bereits bergab. Jetzt wurde mit 4,3 Prozent erzielbarer Rendite für Büroobjekte in München ein neuer Tiefstwert erreicht und die Experten gehen davon aus, dass die Abwärtsspirale bei den Renditen noch lange nicht gestoppt ist. Renditen unter vier Prozent sind in München - einem Markt, der mit Wien durchaus in gewissen Bereichen vergleichbar ist, nicht mehr unwahrscheinlich. Gut 59 Prozent des Transaktionsvolumens entfallen auf Büroobjekte, die ihre Führungsposition aus dem ersten Halbjahr weiter ausbauen konnten. Allerdings verlieren sie gegenüber dem Vorjahreszeitraum gut 19 Prozentpunkte. Deutlich zugelegt haben dagegen Einzelhandelsimmobilien, die für über 17 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichnen. Auch Hotelinvestments haben sich sehr positiv entwickelt und ihren Anteil mit knapp 11 Prozent fast verdoppelt. Spürbar weniger angelegt wurde dagegen in Logistikobjekte, die lediglich auf gut 2 Prozent kommen (Vorjahr: 12 Prozent). Dies ist aber nicht auf mangelndes Interesse der Anleger, sondern auf ein zu geringes Angebot an großvolumigen Objekten zurückzuführen.