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Renditen könnten vereinzelt sogar fallen

Die Welt nach Corona

Autor: Gerhard Rodler

Als Folge der Krise wird es zu einer stärkeren Differenzierung der Preise kommen: Die Renditen für Projekte, die langfristig gesicherte Cashflows bringen, könnten sogar noch etwas profitieren, generell aber werden die Risikoaufschläge tendenziell steigen. Das betrifft sowohl Eigenkapital-, als auch Fremdkapitalinstrumente.

Die stabilsten Aussichten bestehen derzeit für Wohninvestments, da die Nachfrage nach Wohnraum nur in geringem Maß von der Konjunkturentwicklung abhängt, und private Haushalte in hohem Maß von den staatlichen Maßnahmenpaketen profitieren sollten.

Büroobjekte mit langfristigen Mietverträgen mit bonitätsstarken Mietern werden ebenfalls weiter gesucht sein und sollten ihr Bewertungsniveau jedenfalls halten können. Bei den Renditen für teilvermietete Objekte oder solchen mit kurzen Restlaufzeiten ist hingegen mit steigenden Risikoaufschlägen und dementsprechend sinkenden Wertansätzen zu rechnen.

Am herausforderndsten stellt sich die Situation in den Sektoren dar, die direkt und in voller Härte von den krisenbedingten Einschränkungen betroffen sind, beispielsweise Einzelhandels- und Hotelimmobilien. Beide generieren derzeit kaum laufende Erträge und die (potenziellen) Nutzer werden auch nach der Aufhebung der aktuellen Restriktionen noch länger mit den Folgen der Krise zu kämpfen haben. Dies könnte zu höheren Risikoaufschlägen sowohl seitens der Banken, als auch seitens der Investoren führen. Daher wird es umso wichtiger sein, starke Mieter/Betreiber, gute Lagen und nachhaltig erzielbare Mieten/Pachten zu vereinbaren. Immobilien, die dies nicht bieten können, werden mit schlechteren Bewertungen und tendenziell fallenden Preisen zu kämpfen haben.