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Retail-Investments nehmen Fahrt auf

Renditeverfall setzt sich weiter fort

Autor: Gerhard Rodler

Nach einem moderaten ersten Halbjahr haben Retail-Investments im dritten Quartal deutlich Fahrt aufgenommen. Insgesamt beläuft sich das Transaktionsvolumen auf gut 8,5 Milliarden Euro. Die Entwicklung an den sogenannten Big-Six-Standorten (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München) verlief parallel zum bundesweiten Trend. Da auch sie im Vorjahreszeitraum überproportional von anteilig eingerechneten Portfolios profitiert hatten, mussten sie ebenfalls einen Rückgang um gut 39 Prozent hinnehmen. Mit einem Transaktionsvolumen von knapp 2,4 Milliarden Euro erreichen sie trotzdem noch ein Resultat, das knapp 2 Prozent über dem zehnjährigen Schnitt liegt. Den höchsten Umsatz erzielte Berlin mit 828 Millionen Euro (-38 Prozent), gefolgt von Hamburg mit 606 Millionen Euro, womit die Hansestadt der einzige Standort ist, der zulegen konnte (+201 Prozent). Relativ gering fiel der Rückgang in München mit 471 Millionen Euro (-15 Prozent) aus. Auf den weiteren Rängen folgen Düsseldorf mit 286 Millionen Euro (-67 Prozent), Köln mit 124 Millionen Euro (-78 Prozent) und Frankfurt mit 81 Millionen Euro (-81 Prozent).

Aber nicht nur Geschäftshäuser verzeichnen eine weitere Yield Compression. Auch in den anderen Marktsegmenten sind vereinzelt noch leichte Renditerückgänge zu beobachten gewesen. Während sie für Shopping Center auf dem bereits Ende 2015 erreichten Niveau von 4,10 Prozent verharren, haben sie bei erfolgreichen Fachmarktzentren an Top-Standorten nochmal 30 Basispunkte auf jetzt 5,20 Prozent verloren. Die gleiche Entwicklung vollzogen einzelne Fach- und Supermärkte, die aktuell bei 5,50 Prozent notieren.

Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.