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Retail-Wachstum schwächt sich ab

Heuer plus 3,5 Prozent, 2021 nur mehr bis 2,3 Prozent

Autor: Charles Steiner

Die großen Wachstumsschübe im europäischen Einzelhandelssektor sind vorbei, wenngleich sich die Umsätze stabil erweisen. Wie aus einer aktuellen Studie von RegioData hervorgeht, sei der Einzelhandel (ohne KFZ und Erdöl, inklusive Online) um rund drei Prozent auf 3,4 Billionen Euro gewachsen, für heuer geht man von einem Plus von 3,5 Prozent aus. Allerdings flacht sich die Kurve im kommenden Jahr erheblich ab: RegioData prognostiziert hier ein Wachstum von lediglich zwischen 1,6 und 2,3 Prozent. Zudem liege das Gesamtwachstum zum Teil weit hinter den Vereinigten Staaten und China. Dennoch ortet RegioData einen allgemeinen Aufwärtstrend. Bereits 2019 kam es in fast allen Ländern (mit Ausnahme von wechselkursbedingten Rückgängen in Island und der Türkei) zu einem Anstieg, 2020 wird sogar in allen Ländern ein nomineller Anstieg des Einzelhandels (gemessen in Euro) erwartet.

Besonders stark erweise sich das Wachstum im Osten Europas. Sowohl die Ukraine, die Republik Moldau, Rumänien und Albanien hätten demnach stark zugelegt, im Durchschnitt zwischen sechs bis acht Prozent. In Westeuropa hingegen stürzten die Zuwächse ab. RegioData erklärt dies mit einem ohnehin bereits höheren Ausgabenniveau und einer gewissen Sättigung am Markt. Noch unbeeindruckt vom Brexit zeige sich Großbritannien - zumindest in diesem Jahr, da noch die Übergangsphase läuft. Hier sei ein Wachstum von 3,8 Prozent erzielt worden.

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