immoflash

Retail erstaunlich konstant

Expansionsmotor bleibt Bekleidung

Autor: Gerhard Rodler

Der Filialisierungsgrad im stationären Einzelhandel lag bei ca. 38 Prozent, etwa 65 Prozent der gesamten Verkaufsfläche entfallen auf filialisierte Betriebe. Ein Grund, diesen großen, gleichzeitig auch besonders dynamischen Teil der Handelslandschaft in einer eigenen Publikation (S+M Expansionshandbuch Österreich 2015) genauer unter die Lupe zu nehmen.

Bekleidung: Mit fast 170 Branchenvertretern ist das Segment „Mode“ wieder am stärksten anzutreffen, auch bei den „Neuankömmlingen“ kann die Kategorie „Bekleidung“ mit 31 Zugängen den Spitzenplatz einnehmen. Dazu zählen die Markteintritte des US-Labels GAP und der Off-Price-Kette TK Maxx, Auch der Schuhsektor ließ in den vergangenen beiden Jahren mit Neueintritten aufhorchen, allen voran die polnische Billig-Schuh-Kette CCC.

Kurzfristbedarf: Die Anzahl der Verkaufsschienen im Bereich Lebensmittel ist konstant bei knapp fünfzig geblieben. Nicht, dass es hier keine Bewegung gegeben hätte, vielmehr halten sich Streichungen aus dem Expansionshandbuch und Neuzugänge ziemlich die Waage.

Sport: Der Einstieg von SportsDirect.com in den österreichischen Markt mit der Übernahme von SportsExperts sowie Eybl ist das Thema, das diese Branche in den letzten Monaten am meisten bewegt hat.

Wohnen/Bekleidung: Ein ganz neues Konzept aus Deutschland probiert sich gerade in der Bundeshauptstadt: Kauf dich glücklich heißt das bunt gemischte Hipster-Konzept, in welchem der Kunde sowohl Kleiderschrank als auch Wohnung bestücken kann. Tiger heißt ein neuer Store aus Dänemark.

Gastronomie: Bewusster essen&trinken soll der Konsument auch bei I Love Veggie Burger oder o'mellis Juice & Smoothie Bar, beides neuere Konzepte im Systemgastronomie-Bereich. Weniger „healthy“, dafür umso süßer sind die Dunkin' Donuts; McDonald's - in Österreich zwar weiterhin unangefochtener Marktführer - bekommt landeseigene Konkurrenz mit Burgerista oder Burgermasta.

Dienstleistung: Der Grund, warum Dienstleistungsunternehmen mit ihrer Anzahl an Standorten (über 8.500) sogar die Lebensmittelbranche (mit ca. 5.500 Geschäften) übertrumpfen, liegt darin, dass der stark filialisierte Bankensektor inkludiert ist (über 4.000 Bankfilialen).