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Retail wird gerne geshoppt

Großes Interesse an deutschen Einzelhandelsimmobilien im ersten Quartal 2014

Autor: Gerhard Rodler

Der Auftakt ins Jahr 2014 fiel auf dem deutschen Einzelhandelsimmobilieninvestmentmarkt nach Angaben von Colliers International Deutschland sehr lebhaft aus. Ende des ersten Quartals stand ein Transaktionsvolumen von knapp 2,6 Milliarden Euro zu Buche. Damit lag es rund 55 Prozent über dem Niveau des ersten Quartals 2013. Der Kauf eines 50-Prozent-Anteils am Oberhausener Einkaufszentrum CentrO durch Unibail-Radamco für 535 Millionen Euro markierte den bisher größten Deal im Einzelhandelsimmobiliensegment. Etwa 1,1 Milliarden Euro (43 Prozent) davon legten Investoren im Rahmen von Portfolioankäufen einzelhandelsgenutzter Immobilien an.

Der überwiegende Teil des Transaktionsvolumens wurde abseits der Immobilienhochburgen erzielt, da in diesen bis auf sehr wenige Ausnahmen keine großvolumigen Verkäufe stattfanden. Auf die Standorte Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, München und Stuttgart entfielen im ersten Quartal demnach nur 442 Millionen Euro beziehungsweise 17 Prozent des Transaktionsvolumens. Vor allem das knappe Angebot sorgte aber dafür, dass die Spitzenrendite für Geschäftshäuser in einer 1A-Lage der Top-Standorte nochmals ein wenig sank und Ende des ersten Quartals im Schnitt bei 4,20 Prozent lag. Für erstklassige Shopping-Center wurden in der Spitze in manchen Städten ab 5,20 Prozent gehandelt und neue Fachmarktzentren in sehr guter Lage ab 6,00 Prozent.