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Retailer fliegen auf Afrika

Jeder dritte Händler möchte dort expandieren

Autor: Gerhard Rodler

Knapp ein Drittel der europäischen Einzelhandelsunternehmen bezeichnen Afrika als wichtiges Ziel für ihre Expansionspläne in den nächsten drei bis fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt CBRE in einer aktuellen Analyse. Von insgesamt 115 führenden Einzelhändlern bewerten 28 Prozent der befragten Unternehmen Südafrika als „extrem wichtigen“ oder „sehr wichtigen“ Einzelhandelsstandort. Auf Ägypten und Nigeria entfielen Anteile von 19 Prozent beziehungsweise 16 Prozent.

Über die gesamte Region hinweg ist zu beobachten, dass die Qualität der Einzelhandelsflächen in den letzten Jahren stark angestiegen ist. Als Beispiel sind hier das bereits bestehende Shopping-Center Muxima Shopping in Ghana zu nennen, aber auch die Palms Shopping Mall in Nigeria sowie die Mall of Africa in Südafrika, die im nächsten Jahr mit rund 115.000 m² Einzelhandelsfläche eröffnen wird. Sowohl für Einzelhändler aus dem preisgünstigen Segment als auch für Luxushändler sind entsprechende Flächen verfügbar.

Für rund 64 Prozent der Befragten sind die sogenannten Franchise-Systeme der bevorzugte Weg des Zugangs zum afrikanischen Markt. Als Hindernisse für eine schnellere Expansion bezeichnen 22 Prozent der Einzelhandelsunternehmen den weiterhin notwendigen Ausbau der Infrastruktur sowie die schlichtweg leichteren Expansionsmöglichkeiten andernorts (21 Prozent). Die Einzelhandelsentwicklungen in Nigeria konzentrieren sich daher vor allem auf Lagos und die nähere Umgebung sowie auf die Hauptstadt Abuja. Allein in Lagos befinden sich derzeit rund 270.000 m² neue Einzelhandelsflächen in der Entwicklung, etwa 60 Prozent hiervon sind bereits im Bau.