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Retailimmobilien boomen

Starkes Wachstum seitens Investoren

Autor: Gerhard Rodler

Die so oft zitierte Abwanderung der Handelsumsätze ins Internet ist in der Realwirtschaft scheinbar noch nicht angekommen: Im ersten Halbjahr 2014 wurden CBRE zufolge 4,8 Euro Mrd. in deutsche Einzelhandelsimmobilien investiert und damit rund ein Fünftel mehr als im Vorjahreszeitraum. Paketverkäufe machten mit 1,7 Euro Mrd. rund 36 Prozent des Investitionsvolumens aus und sind im Vergleich zum H1 2013 um 72 Prozent gestiegen.

Insbesondere Fachmärkte und Fachmarktzentren sowie Discounter und Supermärkte wurden im Rahmen von Paketverkäufen gehandelt. Auf diese Assetklasse entfiel mit 2,2 Euro Mrd. rund die Hälfte aller Investments, was im Vorjahresvergleich einen Anstieg um 120 Prozent bedeutet. Auf Shopping-Center entfielen mit 1,5 Euro Mrd. knapp 32 Prozent des gesamten Transaktions-volumens und damit 23 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Der Großteil wurde aufgrund der größeren Produktverfügbarkeit in Objekte außerhalb der Top 5-Investmentzentren investiert.

Innerstädtische Geschäftshäuser in Toplagen wiesen im H1 2014 ein Transaktionsvolumen von rund 1 Euro Mrd. beziehungsweise 21 Prozent des gesamten Volumens auf und stehen damit an dritter Stelle. Aufgrund des extrem limitierten Angebots wurden in dieser Assetklasse rund 40 Prozent weniger investiert als im Vorjahreszeitraum. Die durchschnittliche Nettoanfangsrendite der Top 5-Standorte liegt nunmehr bei 4,12 Prozent. Berlin und Düsseldorf stehen bei je 4,2 Prozent, Hamburg und Frankfurt bei je 4,1 Prozent und München bei 4 Prozent.