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Retailinvestments weiter hoch

US-Amerikaner haben in Europa Ton angegeben

Autor: Gerhard Rodler

In der ersten Jahreshälfte 2013 haben nordamerikanische Investoren die stärkste Investorengruppe bei europäischen Einzelhandelsimmobilien dargestellt. Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten 15 Mrd. Euro in diese Asset-Klasse investiert, was einen Anstieg um 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum bedeutet.

Mit 1,6 Milliarden Euro waren die Investoren aus Nordamerika auch die aktivsten überregionalen Käufer von Einzelhandelsimmobilien in Europa. Das Hauptaugenmerk lag dabei auf Russland und Großbritannien, aber auch in anderen wichtigen Märkten Westeuropas, wie z.B. in Deutschland und Frankreich, wurde investiert.

In Bezug auf die Fläche haben amerikanische Investoren in den letzten 18 Monaten – somit auch im ersten Halbjahr 2013 - in Europa neue Rekorde aufgestellt. Der Kauf des Metropolis Centre in Moskau durch Morgan Stanley ist der größte europäische Einzelhandelsimmobiliendeal und doppelt so groß wie die zweitgrößte Transaktion.

In Österreich wurde – nach einem relativ schwachen 1. Quartal 2013, in dem lediglich rund 31 Mio. Euro investiert wurden - im 2. Quartal 2013 mit Investitionen von rund 129 Millionen Euro in Einzelhandelsimmobilien eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres (30 Millionen Euro) erreicht. Hauptverantwortlich dafür waren drei bedeutende Investmenttransaktionen: das FMZ Seyring, das Zentrum Neukauf Villach, das aufgrund seiner Architektur zu den hochwertigsten Retail Parks Österreichs zählt und ein – österreichweit 40 Einzelhandelsstandorte umfassendes - Paket für die REWE Gruppe.

Nordamerikanische Investments in europäische Einzelhandelshandelsimmobilien beschränken sich aber nicht nur auf Direktinvestitionen. So steht ein US-Fonds kurz vor der Übernahme von einem der größten europäischen Shopping-Center-Entwickler.

Insgesamt wurden im ersten Halbjahr 2013 auf dem europäischen Markt für Einzelhandelsimmobilien 15 Mrd. Euro investiert. Dem historischen Trend entsprechend waren Großbritannien und Deutschland die beiden mit Abstand größten Märkte, gefolgt von der Region CEE. Diese hat besonders aufgrund der Nachfrage nach russischen Einzelhandelsobjekten Nordeuropa auf Rang vier und Frankreich auf Rang fünf verwiesen. Außerhalb der genannten Märkte gibt es relativ wenig Bewegung, insbesondere in Südeuropa und den Niederlanden. Trotz der attraktiven Preise in diesen Märkten hält die Risikoaversion der Investoren nach Einschätzung von CBRE an.