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Retailmarkt immer schwächer

Konsolidierung im europäischen Einzelhandel bis 2030

Autor: Gerhard Rodler

Rund 590 Millionen m² Einzelhandelsfläche sind in den EU-28 aktuell vorhanden. Stetige Innovationen aus dem Bereich der Digitalisierung verändern kontinuierlich den Alltag; mit enormen Auswirkungen auf die Konsumpräferenzen. Es drängen sich daher die Fragen auf: Wie viele Einzelhandelsflächen und -formate brauchen wir zukünftig noch und welche Struktur haben diese? Eine Antwort liegt klar auf der Hand: nicht mehr die heutigen. Catella Research prognostiziert einen Flächenrückgang von ca. 10 Prozent.

Technologische Innovationen und die zunehmende gesellschaftliche Prägung durch die Digital Natives werden die Definition des Einkaufens bis 2030 stark verändern. Kundenorientierung, Transparenz, Festivalisierung und „Shoppen im Vorrübergehen“ werden die zukünftigen Schwerpunktthemen darstellen.

Hochentwickelte Märkte mit einer hohen Ausstattung an Verkaufsflächen pro Kopf bei relativ geringer Flächenproduktivität, wie z.B. Deutschland mit 1,46 m², die Niederlande mit 1,62 m² oder Österreich mit 1,74 m², bergen ein relativ hohes Risiko für Schrumpfungsprozesse. Catella prognostiziert, dass in Europa im Jahr 2030 noch 510-550 Millionen m² Einzelhandelsflächen vorhanden sind - eine Reduktion von rund 10 Prozent. Besonders Fachmarktzentren und Discounter an nicht integrierten Lagen, werden eine erhebliche Verringerung der Gesamtfläche erfahren.