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RICS fordert Reform des Maklerrechts

Deutschland: Anderes Land, gleiche Probleme

Autor: Gerhard Rodler

Von wegen: andere Länder, andere Sitten. Zumindest was das rechtliche Umfeld für Makler betrifft, sind im deutschsprachigen Raum die Probleme durchaus vergleichbar.

Im – deutschen - Koalitionsvertrag werden zum Thema Immobilienmaklerwesen Änderungen besonders beim Bestellerprinzip, beim Fachkundenachweis und bei der Versicherungspflicht aufgeführt, die RICS Deutschland freilich befürwortet.

Gerhard Kemper, Mitglied des Vorstandes der RICS Deutschland: „Dennoch gibt nach Ansicht der RICS Deutschland weitere Missstände, die eine Reform des Maklerrechtes unumgänglich machen. Wird der Makler vom Käufer beziehungsweise Mieter honoriert, kommt es nicht selten vor, dass er diesen Kunden Objekte provisionspflichtig anbietet, ohne dass der Eigentümer der Immobilie davon weiß oder zugestimmt hat. Er setzt darauf, dass er durch diese dubiose Praxis einen Geschwindigkeitsvorteil gegenüber dem Wettbewerb bekommt. Und er hat Recht: Der seriöse Makler kann nur verzögert anbieten, da er erst die Zustimmung des Eigentümers einholt. Bietet er danach an, trifft er häufig auf die Vorkenntnissituation, die das ´schwarze Schaf´ durch schnelles Anbieten geschaffen hat. In vielen Fällen sind die Verkäufer leider trotzdem bereit mit dem Interessenten des unlauteren Maklers zu verhandeln, obwohl der Schaden eines unkontrollierten breiten Anbietens unumstritten ist. Das ´schwarze Schaf´ verschafft sich also einen unlauteren Wettbewerbsvorteil.“ Der Schaden, der durch dieses unkontrollierte Anbieten für den Verkäufer entsteht, kann nach Angaben der RICS Deutschland groß sein.

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Kommentare

So ein Unsinn.......... | 25.03.2014 16:15

Am unkontrollierten Anbieten sind zu 99% die Verkäufer einer Liegenschaft selber schuld, da sie einige Makler konsultieren und beauftragen, allerdings nicht mit Alleinvermittlungsaufträgen. Vielmehr sollte der Privatverkauf reglemetiert und eingeschränkt werden. Schließlich darf man sich auch Gasleitungen z. B. nicht selbst verlegen, sondern braucht einen konzessionierten Betrieb dazu. Erst dann kann man über Einschränkungen der Honorare reden. Die 6% sind ja ohnedies nur der Höchstsatz!