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Rien ne va plus beim Preis

Bei Wohnimmobilien geht nichts mehr

Autor: Gerhard Rodler

Während die heimische Immobilienbranchen bei gewerblich genutzten Immobilien, vor allem im Bürosektor, für die nächsten Jahre durchaus (wieder) mit spürbaren Preisschüben wird rechnen können, scheint es sich bei den Wohnungen genau spiegelverkehrt zu verhalten. Die rasante Preisrallye der letzten Jahre dürfte hier nun ein Ende finden. Die gestiegenen Immobilienpreise dämpfen offenbar bereits die Zuversicht von Kaufinteressenten. Wesentlich mehr Befragte als noch vor einem Jahr glauben heute, dass sie sich für einen Immobilienkauf einschränken müssen. Vor allem Eigennutzer befürchten Abstriche in ihren Konsumgewohnheiten. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Immobilienscout24, für die im September 2013 rund 2.800 Immobilieninteressenten in Österreich und Deutschland befragt wurden.

Rund 38 Prozent der Befragten rechnen mit Einschränkungen aufgrund des geplanten Immobilienkaufs. Das gilt vor allem für Eigennutzer von Immobilien, also private Kaufinteressenten: 41 Prozent in dieser Gruppe glauben, auf Konsumgewohnheiten oder andere Anschaffungen verzichten zu müssen – das ist ein Drittel mehr als noch vor einem Jahr. Bei Kapitalanlegern befürchten dies nur 21 Prozent. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren Immobilieninteressenten noch viel zuversichtlicher. Damals gaben deutlich weniger als ein Drittel der Befragten (27 Prozent) an, mit Einschränkungen aufgrund des Kaufs zu rechnen, bei den Eigennutzern waren es 31 Prozent, bei den Kapitalanlegern 12 Prozent.

Einschränkungen bedeutet vor allem, auf ein neues Auto oder Urlaubsreisen verzichten zu müssen (18 Prozent). Aber auch beim täglichen Luxus des Ausgehens (15 Prozent) oder beim Energieverbrauch (14 Prozent) soll gespart werden.

„Die Ergebnisse des aktuellen Immobilienbarometers lassen vor allem auf eines schließen: Das Preisniveau ist in Österreich am Anschlag. Privatkäufer, die ja den österreichischen Markt treiben, sind bei den derzeitigen Immobilienpreisen am Limit, was Auswirkungen auf die Nachfrage zeigen wird“, so Dr. Patrick Schenner, Geschäftsführer von ImmobilienScout24 in Österreich.

19 Prozent der befragten Kaufinteressenten verfügen über 20, 19 Prozent über 30 Prozent Eigenmittel beim Kauf. Rund 6 Prozent gaben an, ohne Fremdfinanzierung auskommen zu wollen. Etwa 18 Prozent der Kaufinteressenten wollen ihre Immobilie zur Gänze kreditfinanzieren.