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Ruhiges erstes Halbjahr

Wiener Markt hat sich beruhigt

Autor: Gerhard Rodler

Der Markt hat sich nach signifikanten Preissteigerungen in den Vorjahren auf einem guten Niveau stabilisiert. Die aktuelle Preissituation spiegelt die Situation von Angebot und Nachfrage realistisch wider“, erklären die Immobilienexperten Benedikt Gabriel und Bernd Gabel-Hlawa anlässlich der Vorstellung des Immo-Barometers für das erste Halbjahr 2014. In diesem Zeitraum attestiert die Auswertung des Immobilienportals FindMyHome.at dem Wiener Markt sowohl im Miet- als auch im Eigentumsbereich eine stagnierende Entwicklung. Der aktuelle Quadratmeterpreis für Mietobjekte liegt bei 14,16 Euro und variiert damit kaum von den 14,24 Euro, die der Quadratmeter zu Jahresbeginn gekostet hat. Ähnlich verhält es sich bei Eigentumsobjekten, wo der Quadratmeterpreis derzeit bei 4.447 Euro und somit nur minimal über dem Wert von 4.432 Euro zu Jahresbeginn liegt.

Im Vergleich zur Vorjahresperiode zeichnet sich ein deutliches Bild ab. Der Eigentumspreis stieg binnen der letzten zwölf Monate von 4.260 Euro auf 4.447 Euro und somit um 4,3 Prozent. Für diesen Anstieg war vor allem die dynamische Entwicklung im zweiten Halbjahr 2013 verantwortlich. Der Mietpreis sank binnen eines Jahres um 2,8 Prozent von 14,57 Euro auf aktuell 14,16 Euro. „Eigentumsobjekte gelten immer noch als sichere Anlage und erfreuen sich einer hohen Nachfrage. Die große Investitionswelle ist allerdings vorbei“, konstatieren die FindMyHome.at-Experten. Als Gründe für die sinkenden Mieten nennen sie zahlreiche Neuentwicklungen in Stadtgebieten wie rund um den neuen Hauptbahnhof oder auch die Seestadt Aspern. Insbesondere bessere Energiewerte von Neubauten oder frisch renovierten Objekten machen sich laut Gabel-Hlawa und Gabriel in den Betriebskosten bemerkbar, die in die Preiskalkulation einfließen. Dementsprechend fordern sie auch eine stärkere politische Unterstützung für Investitionen in Bestandsimmobilien, die zu einer Aufwertung des Stadtbildes und gleichzeitigen Modernisierung des Baubestands führt.

Das Immo-Barometer basiert nach eigenen Angaben auf einer Datenquelle von rund 25.000 Objekten, welche auf FindMyHome.at im Beobachtungszeitraum online angeboten werden. Die Daten werden durch Online-Angaben von Immobilienmaklern, Bauträgern und privaten Immobilienanbietern generiert.

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Kommentare

peter rada | 02.07.2014 17:48

zur frage an db. Alle die bei seriösen gesetzten Bauträgern kaufen wollen, werden zu den Angebotspreisen kaufen müssen.

dp | 02.07.2014 13:49

ich würde mich auf Immobilienplattformen sowieso nicht verlassen. Wer kauft denn wirklich zu dem Angebotspreis?

Chris G | 02.07.2014 13:42

- 11 von 12 Monaten ist aber doch sehr konservativ, da kann man in Wien durchschnittlich 4% abschlagen (statt 8,33%), ich denke die 14,16€/m² sind aber brutto (lassen wir mal außer Acht - Die Nebenkosten nicht vergessen! 4.447€/m² * + 12% inkl. Fremdfinanzierungsnebenkosten = 4.981€/m² --> 14,16€/m² * 12 * 0,95 / 4.981€/m² = 3,25% Bitte um genaue Angaben, die Methoden sind immer schleißig definiert, typischer Managementfehler, wenn die eine Hand analysiert und die andere präsentiert. Die Rendite kann man mit den Angaben (ohne Details) zwischen 3 und 5% interpretieren

Thomas Riedl | 02.07.2014 12:47

14,16€/m² * 11 / 4.447€/m² entspricht ziemlich genau 3,5% Rendite....