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S Immo leidet unter Neubewertungen

Besonders Hotel und Retail drückt Ergebnis

Autor: Charles Steiner

Aufgrund des Bewertungsergebnisses musste die S Immo einen Dämpfer beim Halbjahresgewinn hinnehmen. So fielen die coronabedingten Bewertungen fielen mit 10 Millionen Euro viel niedriger aus als ein Jahr davor, wo das Ergebnis 134 Millionen Euro betrug. Zumindest konnten die Aufwertungsergebnisse in Deutschland die Abwertungen in CEE kompensieren. Allerdings musste die S Immo besonders im Hotel- und Einzelhandelsbereich Federn lassen, während man im Office- und Wohnsektor einiges gut machen konnte. Insgesamt war der EBITDA mit 36 Millionen Euro war dafür relativ stabil, das Periodenergebnis sank von 148 Millionen Euro auf 16 Millionen Euro.

Ernst Vejdovszky, Vorstandsvorsitzender der S Iimmo AG: „2020 ist das Corona-Jahr, die Auswirkungen sind in allen Lebensbereichen und Branchen spürbar, auch die Immobilienbranche ist keine Ausnahme. Das zweite Quartal - insbesondere die Monate April und Mai - brachten zum Teil massive, corona-bedingte Einbußen.“ Die Mieterlöse sind um rund 4,2 Prozent auf 60,6 Millionen Euro gestiegen. Allerdings führten die negativen Auswirkungen von Covid-19 gleichzeitig zu deutlich erhöhten Wertberichtigungen auf Forderungen, sodass sich der Aufwand für Wertberichtigungen beziehungsweise Abschreibungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf 3,4 Millionen Euro (1. Hj. 2019: 0,4 Millionen Euro) verschlechterte, so die S Immo.

Eine Prognose für das Gesamtjahr sei im aktuellen Umfeld schwer zu treffen, man wolle aber - ausgehend vom Szenario, dass es Impfungen bzw. Behandlungsmethoden gegen das Coronavirus geben wird - im kommenden Jahr den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre wieder fortsetzen. S Immo-Vorstand Friedrich Wachernig: „Auch diese Krise wird vorübergehen. Die aktuelle Situation zeigt einmal mehr, dass unsere diversifizierte Portfoliostrategie große Vorteile mit sich bringt. Während das Hotelsegment wohl noch länger brauchen wird, um das Vorkrisenniveau zu erreichen, sehen wir im Bürobereich kaum Einschränkungen. Bei Wohnimmobilien - die immerhin 30 Prozent unseres Portfolios und den überwiegenden Anteil unserer Landbank ausmachen - halten wir sogar ein steigendes Preisniveau für möglich.“