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Der ultimative Retail-Bericht

Erstmals ein lückenloses Standort- und Markt-Monitoring

Autor: Gerhard Rodler

Im Jahr 2013 wurden von Standort + Markt die 15 größten Städte erstmals analysiert, mit Dezember 2014 – ergänzt um weitere drei Städte – wurde die Dokumentation neu „aufgelegt“. Das spannendste Ergebnis: Die Leerstandsquote nimmt zu. Der Leerstand in den 22 betrachteten City-Bereichen liegt mit 4,3 Prozent nur etwas höher als in Österreichs Shopping Centern (3,6 Prozent) , in A-Lagen wurden die niedrigsten Werte mit 2,7 Prozent gemessen. Ruft man sich aber die letztjährige Auswertung ins Gedächtnis, so ist eine Verschlechterung der Leerstandsquote um einen Prozentpunkt feststellbar.

Dies kann nun auf zweierlei Arten interpretiert werden: Was ist schon ein Prozentpunkt (insbesondere, wenn die Situation speziell durch die Schließung von Großflächen geprägt war, wie etwa der Auszug von Slama in der Wiener Mariahilfer Straße, giga Sport in Dornbirn oder Thalia in Wels). Ein Prozentpunkt bedeutet allerdings einen Anstieg der Leerstände von 30 Prozent (!) in einem Jahr! Setzt sich dieser Trend fort, so wäre innerhalb einer Dekade die City-Einzelhandelslandschaft nicht wiederzuerkennen. Auf den ersten Blick fällt auf, dass sich nur die Wiener City positiv entwickelte: Sie hat einen Rückgang der Leerstände sowohl in der A-Lage als auch generell zu verzeichnen. Das mag auch mit der Komplettierung des Goldenen Quartiers im Zusammenhang stehen. Alle anderen Städte haben sich in punkto Leerstandsquote verschlechtert, einige aber nur in der Sekundärlagequalität, wie Salzburg, Baden und auch Klagenfurt.

Die geringste Leerstandsquote weist derzeit die Meidlinger Hauptstraße in Wien auf. Hier ist derzeit nur etwa jeder 100ste Quadratmeter nicht bewirtschaftet. Generell fällt auf, dass sich die Wiener Geschäftsstraßen außerordentlich gut schlagen, alle fünf beobachteten Straßenzüge sind unter den Top neun und keine Quote ist über dem Österreich-Durchschnitt gelegen.