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Schafferer klagt Pecik und Signa

Streitwert liegt bei stolzen 108 Millionen Euro.

Autor: Charles Steiner

Die Deals um die S Immo AG zwischen 2016 und 2018 haben ein juristisches Nachspiel. Vergangenen Freitag startete ein Prozess zwischen Markus Schafferer, Chef der Tiroler Pema Holding gegen den jetzigen Immofinanz-CEO Ronny Pecik und Schafferers Landsmann René Benko. Der Streitwert beträgt stolze 108 Millionen Euro. Wie das Wirtschaftsmagazin Trend berichtet hatte, erklärt Schafferer in seiner Klagsschrift, dass er seit 2016 eine exklusive Vereinbarung mit der Anadoria Investments Ltd. des russischen Oligarchen Roman Abramovic für den Erwerb von einem 7,6 Millionen Aktien umfassenden Pakets der S Immo getroffen habe - zum Preis zwischen elf und zwölf Euro pro Stück. Anfang 2017 habe Schafferer Pecik für den Deal gewonnen und eine Vertraulichkeitsvereinbarung abgeschlossen. Allerdings machte Pecik dieses Geschäft alleine - weswegen Schafferer eine Naturalrestition für die 7,6 Millionen Aktien fordert. Und da komme Benkos Signa Holding ins Spiel, beide kauften in Folge S Immo-Anteile zu, zudem sei eine Beteiligungsgesellschaft von Pecik mit der Signa verschmolzen - weswegen die Signa als Rechtsnachfolgerin beklagt wird.

Schafferer führt daher in der Klage einen Bruch mit der Vertraulichkeitsvereinbarung und missbräuchliche Verwendung von Geschäftsgeheimnissen ins Treffen. Laut Trend argumentiere die Gegenseite, dass Schafferer nie einen Optionsvertrag mit Abramovich-Leuten geschlossen habe, es liege zumindest kein Optionsvertrag vor.

Der nächste Gerichtstermin ist für den 9. November angesetzt worden.