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Schleswig-Holsteins Preise steigen weiter

Immer weniger Angebote unterhalb von 2.000 Euro/m2:

Autor: Gerhard Rodler

In Schleswig-Holstein wohnt man gerne 'zwischen Binnenland und Waterkant'. Das lässt die Preise für Häuser und Wohnungen trotz Pandemie weiter steigen“, so Wolfgang Ullrich, Geschäftsführer der LBS Immobilien GmbH. Je nach Region sind unterschiedliche Summen zu investieren. Ein gebrauchtes Haus mit 100 m²-Wohnfläche kann beispielsweise zwischen rund 143.000 und bis zu 2,3 Millionen Euro kosten. Insgesamt sind die Immobilienpreise entlang der Nord- und Ostseeküste sowie auf den Inseln und in den großen Siedlungsräumen Schleswig-Holsteins seit der letzten Marktuntersuchung 2018 mit wenigen lokalen Ausnahmen weiter gestiegen.

Das sind einige der Ergebnisse des aktuellen Immobilienmarktatlanten des Hamburger Forschungsinstitut F+B Forschung und Beratung für Wohnen, Immobilien und Umwelt GmbH, der in Zusammenarbeit mit der LBS Bausparkasse Schleswig-Holstein-Hamburg AG, veröffentlicht wurde.

Hier ist Schleswig-Holstein am teuersten: Die Insel Sylt bleibt mit Abstand der teuerste Wohnort in Schleswig-Holstein. Die Preise für bestehende Häuser sind seit 2018 um 24,9 Prozent auf den derzeitigen Inseldurchschnitt von 13.271 Euro pro m² gestiegen. Bestandswohnungen verteuerten sich um 21,6 Prozent (8.682 Euro/m²). Spitzenreiter bleibt Kampen auf Sylt: Beim Kauf eines Hauses mit 100 m²-Wohnfläche müssen knapp 2,3 Millionen Euro angelegt werden. „Günstiger“ ist der Erwerb auf der Insel noch in Hörnum für rund 700.000 Euro für dieselbe Wohnfläche. Aber auch hier stiegen die Preise in den letzten zwei Jahren mit gut 15 Prozent für Bestandshäuser und rund 33 Prozent für Bestandswohnungen deutlich an.

Ebenfalls zu den hochpreisigen Regionen zählen an der Nordsee Amrum, Föhr und St. Peter-Ording. Mit einer Steigerungsrate von über 50 Prozent seit 2018 stiegen die Preise für gebrauchte Häuser am stärksten an der nördlichen Küste der Halbinsel Eiderstedt auf durchschnittlich 3.349 Euro/m² an. An der Ostseeküste führt Timmendorfer Strand vor Lübeck-Travemünde das TOP- Segment an, gefolgt von Orten im Hamburger Umland.

Insgesamt nimmt das Angebot für Wohnimmobilien mit Preisen unterhalb von 2.000 Euro/m² im gesamten Untersuchungsgebiet ab. Nur noch gut ein Fünftel aller Bestandshäuser lag in diesem Preissegment mit zum Teil starken Preissteigerungen bis zu gut 40 Prozent (Büsumer Umland) in den letzten zwei Jahren.