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Schlankheitskur für IVG

Auch Spezialfonds sollen schnell abgestoßen werden

Autor: Gerhard Rodler

Der eben sanierte deutsche Immobilienkonzern IVG geht den großen Ausverkauf nun doch früher an als gedacht. Parallel zum laufenden Bieterverfahren für den Geschäftskomplex „The Squaire“ am Frankfurter Flughafen wolle das Unternehmen auch das Geschäft mit Spezialfonds („Institutional Funds“) ins Schaufenster stellen.

Eine Handvoll Investmentbanken ist eingeladen worden, sich für diesen Prozess zu bewerben. Für „Squaire“ wird ein Preis von 700 Mio. Euro aufgerufen, wie einer der Insider berichtete. Das Fondsgeschäft bewerten Branchenkenner mit etwa 200 Mio. Euro. Weil es inzwischen allerdings strenger reguliert wird, hätte hier bei einem Verkauf auch die Finanzaufsicht BaFin mitzureden. Die IVG lehnte eine offizielle Stellungnahme ab.

Dass die IVG einen neuen Anlauf nimmt, das Sorgenkind „Squaire“ zu verkaufen, hatte der neue Vorstandschef Ralf Jung Anfang Oktober in einem Reuters-Interview erstmals bestätigt. Damals hatte er aber auch erklärt, sich mit den Spezialfonds, die nicht mehr zum Kerngeschäft der „neuen“ IVG gehören, Zeit zu lassen – schon allein deshalb, weil der Konzern nach dem jüngsten Jobabbau gar nicht die Kapazitäten habe, beide Projekte gleichzeitig zu stemmen. Inzwischen hätten aber etliche Interessenten angeklopft, sickert aus IVG-Kreisen durch – und zwar wohl nicht ganz unbeabsichtigt.