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Schrumpfkur für Wohnungen

Nur 0,1 Prozent interessiert der Energieausweis

Autor: Gerhard Rodler

Die weiter steigenden Wohnungspreise befeuern weiter den Trend zu immer kleineren Wohnungen. Bei Eigentumswohnungen wurden 2016 im Schnitt sechs Quadratmeter, bei Mietwohnungen fünf Quadratmeter weniger als 2015 gesucht. Und es gibt einen Trend zur Miete: Nur 35 Prozent der österreichischen Immobiliensuchenden haben sich bei ImmobilienScout24 2016 nach einer Eigentumswohnung, 65 Prozent nach einer Mietwohnung umgesehen.

Drei Zimmer und 68 m² hat Österreichs durchschnittlich gesuchte Mietwohnung. Dafür sind die Österreicher bereit, monatlich rund 870 Euro Miete zu berappen. 2010 waren noch 73 m² gefragt. Rund 1.000 Euro würden Salzburgs Wohnungssuchende für die Miete einer 72 m² Wohnung veranschlagen, die Steirer suchen im Schnitt 64 m² zu 650 Euro, im Burgenland sind es 660 Euro Miete für 77 m².

Beim Eigentum werden 88 m² und 3½ Zimmer mehrheitlich gesucht. Dafür würden rund 320.000 Euro investieren werden. Auch hier suchte man 2010 noch 94 m². Im Burgenland sind 98 m² gefragt, in Vorarlberg 80 m². Österreichs nachgefragtes Durchschnitts-Haus hingegen war den Suchenden 2016 440.000 Euro wert - mit 130 m² und fünf Zimmern.

Was die Ausstattung der Eigentumswohnung anlangt, gaben sich die Österreicher 2016 tatsächlich eher bescheiden. Jeder Zehnte suchte Terrasse oder Balkon, nur etwa vier Prozent der "Neo-Eigentümer" hielten nach einer Dachwohnung Ausschau, für gar nur vier Prozent war die Garage ein wichtiger Entscheidungspunkt. Der vorhandene Energieausweis interessierte die wenigsten Immobiliensuchenden: Nur 0,1 Prozent fragten danach.