Immobilien Magazin

Schwache Nachfrage in Brunei

Dass gestern der Sultan von Brunei, Hassanal Bolkiah, die dortige Scharia-Gesetzgebung noch einmal erheblich verschärft und etwa Homosexuelle mit der Todesstrafe bedroht, dürfte dem Immobilienmarkt in Brunei nicht wirklich zuträglich sein. Denn der kämpft ohnehin mit einer schwachen Nachfrage.

Autor: Charles Steiner

Brunei ist ein kleines Sultanat auf der Insel Borneo und gehört zum zweitreichsten Staat in Südostasien, auch aufgrund der reichlich vorhandenen Erdöl und -gasvorkommen. Nur liegt dafür der Immobilienmarkt nahezu brach. Nicht erst seitdem Sultan Hassanal Bolkiah gestern angekündigt hatte, die Scharia, die in diesem Land Gesetzesgrundlage ist, deutlich zu verschärfen. Schon seit Jahren ist die Nachfrage nach Liegenschaften laut einem Bericht von Autoriti Monetari Brunei Darussalam (AMBD) schwach.

Das liege unter anderem daran, dass Bankkredite in Brunei strengen Regularien unterworfen sind, weswegen potenzielle Immobilienkäufer entmutigt werden. Denn genehmigt werden oft nur kleinere Kredite, weswegen sich die Immobilienkäufer auch mit günstigeren Immobilien zufriedengeben würden. Das Ergebnis: Pro Quartal würden die Preise um gut 5,7 Prozent nachgeben, der durchschnittliche Kaufpreis, errechnet aus allen Wohnimmobilien, betrage gerade einmal 250.000 Brunei-Dollar, das entspricht knapp 163.000 Euro. Erschwerend kommt noch dazu, dass die Bevölkerung in Brunei mit knapp 430.000 Einwohnern ziemlich begrenzt ist. Dem stehe ein Überfluss an Immobilien gegenüber.

Ein Bauunternehmer in einem Bericht der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua erklärte, dass ein Überangebot an Wohnhäusern, Wohnungen und Gewerbeflächen herrsche - weswegen die Preise bei neuen Entwicklungen weiter fallen würden. Und wenn Bruneier investieren, dann nicht in Brunei: Sie würden sich eher auf den Philippinen, Vietnam, Myanmar, Thailand oder Laos umsehen, wo sie niedrige Einstiegspreise, dafür aber höhere Erträge erwarten.

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Kommentare

Toxic Vaccines | 25.05.2019 02:11

Nur ein degeneriertes Land braucht Homosexuelle und Tiere in einer Wohnung (Gefängnis für die Tiere). Willkommen in Deutschland.