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Schwacher Markt in Leipzig

Logistikmarkt startete flau

Autor: Gerhard Rodler

Der Jahresstart des Leipziger Logistik- und Lagerflächenmarkts fiel im ersten Quartal bescheiden aus. Mit einem Flächenumsatz von knapp 21.000 m² wurde nur rund ein Viertel des vorjährigen Vergleichswerts erreicht. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate.

Die für den Leipziger Markt besonders wichtigen Logistikdienstleister haben sich im ersten Quartal noch zurückgehalten und bislang keine größeren Umsätze getätigt. Das Marktgeschehen wurde in den ersten drei Monaten demzufolge überwiegend von Handels- und Produktionsunternehmen bestimmt. Gut die Hälfte des Ergebnisses (51,5 Prozent) trägt der Handel bei, der damit die Spitzenposition vor den Produktionsunternehmen einnimmt, die knapp 43 Prozent zusteuern. Alle übrigen Branchengruppen spielten im ersten Quartal nur eine untergeordnete Rolle.

Der moderate Jahresauftakt ist nicht zuletzt auch darauf zurückzuführen, dass bislang nur relativ kleinteilige Verträge abgeschlossen wurden. Im ersten Quartal konnte noch kein Abschluss über 5.000 m² registriert werden. Knapp zwei Drittel des Umsatzes (gut 64 Prozent) entfallen auf Flächen zwischen 3.000 und 5.000 m², der Rest auf die kleinste Größenklasse bis 3.000 m². Bemerkenswert ist, dass im Segment bis 5.000 m² damit auch absolut betrachtet knapp 18 Prozent mehr Flächenumsatz getätigt wurde als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Spitzenmiete ist in den ersten drei Monaten 2016 leicht um gut 1 Prozent auf 4,40 Euro/m² gestiegen. Erzielt wird sie in eher kleinteiligen, innenstadtnahen Neubauentwicklungen von Gewerbeparks, die teilweise auch als Built-to-suit-Lösungen realisiert werden. Auf die Durchschnittsmiete hat dies allerdings noch keine Auswirkungen gehabt: Sie liegt unverändert bei 3,65 Euro/m². Eine etwas andere Entwicklung zeichnet sich bei umfangreichen Projektentwicklungen an peripheren Standorten ab, an denen großflächige Grundstücke zu günstigen Preisen zur Verfügung stehen.