Immobilien Magazin

Alarm: Zinsgespenst geht um

Für die USA war es ja schon länger erwartet worden: Gegen Ende dieser Woche dreht die Fed - auf ohnedies bereits vorhandene Marktgegebenheiten reagierend - erstmals seit langem wieder die Zinsschraube nach oben, und zwar um einen Viertel Prozentpunkt auf eine Spanne zwischen 0,5 und 0,75 Prozent. Und zwar sollte sich die Zinsschraube jetzt wieder kontinuierlich nach oben drehen. Bis 2019 werden zwischenzeitig sogar Zinsen in der Gegend von drei Prozent erwartet.

Autor: Gerhard Rodler

Das gilt vorerst zwar nur für die USA.

Aber: Erstmals seit ewig gibt es jetzt auch erste Stimmen, die ein ähnliches Szenario für Europa ebenfalls nicht mehr ausschließen wollen.

Erste Anzeichen dafür gibt es seit wenigen Tagen bereits. Deutsche Bundesanleihen haben keine Negativrendite mehr, sondern bezahlen wieder tatsächliche Zinsen. Auch wenn sich diese immer noch deutlich unter der Inflationsrate belaufen, der Trend ist immerhin da.

Auch in anderen europäischen Staaten ziehen die dorten Bundesanleihen bei den Zinsen klein aber derzeit stetig an.

Wenn das so weiter geht, würde das den aktuellen Renditenverfall vor allem bei den Gewerbeimmobilien zumindest mittelfristig stoppen. Gleichzeitig würde die Finanzierung neuer Projekte entsprechend teurer.

Also ein negativer „Sandwich-Effekt“.

In Österrreich fühlen sich die Branchenteilnehmer dennoch noch recht sicher. Hier erwartet praktisch niemand, dass die Zinsen für 2018 wieder spürbar nach oben gehen könnten. Spannend ist es jetzt, wenige Tage vor Jahresende, allemal noch geworden.