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Shoppinglust auf Retailimmobillien

Transaktionsvolumen bereits höher als im Gesamtjahr 2014

Autor: Gerhard Rodler

Deutsche Handelsimmobilien waren bei Investoren auch im 2. Quartal des laufenden Jahres begehrt. Insgesamt investierten sie zwischen April und Juni knapp 6,1 Mrd. Euro in dieses Segment, womit sich der Halbjahresumsatz auf mehr als 9,5 Milliarden Euro und damit auf fast doppelt so viel wie im 1. Halbjahr 2014 summierte. Auch der Gesamtjahresumsatz 2014 (ca. 9,0 Milliarden Euro) wurde in den ersten sechs Monaten des aktuellen Jahres bereits übertroffen. „Eine sehr hohe Nachfrage auf der einen und ein breites Angebot auf der anderen Seite führen derzeit zu einer unheimlich großen Dynamik am Einzelhandels-Investmentmarkt“, beschreibt Jörg Krechky, Director und Head of Retail Investment Germany bei Savills.

Das Kapital für diese Investments kommt aus vielen Regionen, wobei einheimische Investoren mit einem Anteil von einem Viertel knapp die größte Gruppe bildeten. Bedingt durch die beiden erwähnten Großtransaktionen folgen französische (20 Prozent), kanadische (19 Prozent) und US-amerikanische Investoren (18 Prozent) auf den weiteren Plätzen.

Das Gesamtjahresvolumen wird sich höchstwahrscheinlich auf mindestens 15 Milliarden Euro belaufen, was gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um fast 70 Prozent bedeuten würde. Die Renditen bleiben vor dem Hintergrund der weiterhin sehr hohen Nachfrage unter Druck, wobei bei Shopping-Centern das zyklische Tief bereits erreicht sein könnte. Im Durchschnitt über die Top-7-Standorte lagen die Nettoanfangsrenditen hier Ende Juni bei 4,2 Prozent - in einigen Städten wie München bereits deutlich unter 4 Prozent.