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Anker Wohnen und Lebensmittelhandel

Keine Auswirkungen von Corona in Deutschland

Autor: Charles Steiner

Während Shoppingcenter sowie Highstreet-Einkaufsstraßen sowie Hotels massiv mit den Auswirkungen der Coronapandemie zu kämpfen haben, zeigen sich deutsche Wohnimmobilien, Lebensmitteleinzelhändler sowie Baumärkte nahezu unbeeindruckt. Das geht aus einem entsprechenden Bericht der Barton Group, Bulwiengesa und Deutsche Investment hervor. Vor allem Wohnimmobilien würden durch den Umstand, dass in den vergangenen Jahren vielerorts nur geringe Bautätigkeiten stattgefunden haben, ein "hohes Maß an Stabilität aufweisen", so Andreas Schulten, Generalbevollmächtigter der Bulwiengesa. Das Zusammentreffen von knappem Angebot und reger Nachfrage habe die Kaufpreise für Wohnimmobilien vor allem in den Großstädten und in Oberbayern stark ansteigen lassen, teilweise oberhalb des zehnfachen jährlichen Haushaltseinkommens. In denselben Regionen sei auch die finanzielle Belastung für Mieterhaushalte besonders hoch. Häufig seinen dort mehr als 25 Prozent des durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens für die Wohnungsmiete aufzuwenden. Wo die Mietpreisbelastung bereits stark zugenommen habe, rechnet er mit geringen Mietsteigerungspotenzialen.

Am Einzelhandelsimmobilienmarkt sieht Bulwiengesa typische High-Street- und Shopping-Center-Formate derzeit mit hohen Umsatzverlusten konfrontiert, während Do-it-yourself-Märkte und der Lebensmitteleinzelhandel die beiden Bereiche des stationären Einzelhandels seien, die auch in der Coronakrise signifikante Umsatzzuwächse erzielen konnten. Allein im Lebensmittelhandel seien die Umsätze in den vergangenen Jah-ren kontinuierlich auf zuletzt 125,3 Milliarden Euro (2019) gewachsen. Generell verlaufe die Umsatzentwicklung in diesem Segment sehr stabil, weil die Grundversorgung mit Lebensmit-teln weitgehend konjunkturunabhängig verlaufe, so Susanne Klaußner, Geschäftsführerin und Gesellschafterin der DIR Deutsche Investment.