Immobilien Magazin

Makler - mehr als nur Onlineratgeber?

Der Bundestag der Immobilien- und Vermögenstreuhänder beleuchtet auch das Maklergewerbe und die Herausforderungen, die Onlineangebote für sie darstellen.

Autor: Charles Steiner

Sind Makler nur Onlineratgeber? Gerade in Zeiten, wo die Immobiliensuche vorwiegend auf Onlineplattformen stattfindet, ist das durchaus eine berechtigte Frage. Diese stellte zumindest Jens-Ulrich Kießling, Präsident der CEPI/CEI, anlässlich des 43. Bundesimmobilientags. Und liefert auch eine Antwort: Nämlich nein. Denn das Maklergewerbe besteht eben nicht nur daraus, Wohnungen aufzusperren und durch die Zimmer zu führen, nachdem man sich online bereits über die Immobilie informiert hat.

Im Gegenteil: Als Makler benötigt man Fachwissen. Sowohl, was Bausubstanz betrifft, als auch rechtliche Belange - die in Österreich mitunter durchaus kompliziert werden können. Das alles muss in die Beratung einfließen. Das wichtigste Argument, das für den Makler allerdings spricht, ist die Gewährleistung. Denn diese kann eine Onlineplattform in der Regel nicht liefern. Ein Makler schon. Er bürgt für seine Dienstleistung, für die er eben das umfassende Fachwissen benötigt und ist im Zweifelsfall auch haftbar. Deshalb sollten sich Makler durch den stärker werdenden Markt auch nicht entmutigen lassen. Vielmehr ergeben sich durch Onlineplattformen Synergien, die es den Makler sogar erlaubt, sich auf die Beratung noch besser konzentrieren zu können. Denn: Fotos einer Immobilie im Internet sagen über das begehrte Objekt nicht allzuviel aus. Wer auf Nummer sicher gehen will, zieht einen Makler zu Rate.