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Singles verdrängen DINKs

Das wirkt sich auch auf den Wohnungsmarkt aus

Autor: Gerhard Rodler

Der Immobilienmarkt ist wieder kräftig in Bewegung. Waren im Westen Österreichs bei der IR Maklerbefragung im ersten Quartal 2015 noch vorwiegend DINKS (=Doublie income no Kids) und Familien auf Wohnungssuche, so hat sich das im ersten Quartal 2016 völlig geändert. Im Osten Österreichs stieg dieser Anteil, basierend auf einem bereits ohnehin hohen Niveau, nur leicht. Dafür wird die Zahl der Singles, die nach Wohnungen suchen, höher.

Auch sonst ändert sich derzeit einiges. So registriert Georg Spiegelfeld, der Präsident des Immobilienring IR, den Trend, dass „Silver Ager“ zunehmend ihre Villen verkaufen, um in Wohnungen oder Seniorenresidenzen zu ziehen. Und auch die Studenten drängen als Nachfrager verstärkt auf den Markt. Interessant und fast unerwartet entwickelt sich ein neues Kundensegment bei den IR Maklern. Zunehmend mehr Studenten verlassen sich nicht mehr auf soziale Netzwerke, sondern suchen ihre Wohnungen zunehmend auch über Makler.

Gleichzeitig scheint der Luxusmarkt ins Stocken zu geraten. Wohnungen im Hochpreissegment sind bereits schwer verwertbar, während im mittleren und unteren Segment in den Großstädten Wohnungsnot herrscht. Regionale Kleinstädte sind die Gewinner, sofern diese über eine entsprechende öffentliche Anbindung verfügen.