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Sinkende Renditen auch in Hamburg

Dennoch weiter steigende Investmentnachfrage

Autor: Gerhard Rodler

Im ersten Halbjahr 2014 erzielte der Hamburger Investmentmarkt ein Transaktionsvolumen von 1,63 Mrd. Euro und liegt damit 35 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Auch im bundesweiten Vergleich ist dies ein hervorragendes Ergebnis, das lediglich von München (1,84 Mrd. Euro) übertroffen wird. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate (BNPPRE), bundesweit führender Immobilienberater. Aufgrund der hohen Nachfrage nach Core-Objekten haben die Netto-Spitzenrenditen im ersten Quartal noch einmal nachgegeben. Für Büroobjekte werden mit 4,55 Prozent aktuell 15 Basispunkte weniger erzielt als noch vor einem Jahr. Hamburg bleibt damit der zweitteuerste Standort hinter München. Auch die Rendite für Top-Logistikobjekte hat nach einer längeren Stabilisierungsphase um 10 Basispunkte nachgegeben und erreicht 6,50 Prozent. Die Spitzenrendite für Geschäftshäuser hat sich dagegen noch nicht verändert und liegt nach wie vor bei 4,10 Prozent.

Bei der Verteilung auf die Assetklassen führen Büroimmobilien das Feld wie im Vorjahreszeitraum mit großem Vorsprung an (gut 47 Prozent). Auf dieses Segment entfielen neben der höchsten Verkaufsanzahl auch die meisten großvolumigen Transaktionen über 50 Mio. Euro wie der Verkauf des Sumatra-Kontors. Einzelhandelsobjekte schieben sich mit über 26 Prozent wieder auf den zweiten Platz vor, nachdem sie im ersten Halbjahr 2013 nur ein ungewöhnlich niedriges Ergebnis erzielten. Hotels liegen auf dem dritten Rang und mit rund 11 Prozent nur knapp vor den Logistikimmobilien (10 Prozent). Die restlichen 6 Prozent verteilen sich auf sonstige Objekte, hinter denen sich gemischt genutzte Immobilien oder Entwicklungsgrundstücke verbergen.