Immobilien Magazin

So sicher sind Wiens Büroobjekte

Nach dem verheerenden Terroranschlag bei einem Konzert in Manchester stellt sich die Frage: Wie sicher sind wir in unseren Büroobjekten? Fakt ist: Ein Terrorist, der es darauf anlegt, wird sein Ziel auch erreichen können, sagt Ivo Lagler.

Autor: Charles Steiner

Über 20 tote Jugendliche. Dutzende Verletzte, mehrere davon in kritischem Zustand. Das ist die traurige Bilanz eines Terroranschlags in einer Konzerthalle in Manchester Montagnacht. Das perfide daran: Der Täter hat gewartet, bis das Konzert aus war und die Menschenmassen Richtung Ausgang strömten, um maximalen Schaden anzurichten. Und einmal mehr stellt sich die Frage: Wie sicher sind wir in Österreich? Wie sicher sind unsere Bürotürme?

Ivo Lagler, Gründer der FSS Consulting und Experte beim Thema Gebäudesicherheit, sieht zwar bei den Bürotürmen in Wien ein sehr hohes Sicherheitslevel, allerdings: In Sicherheit wiegen sollte man sich deshalb noch lange nicht. „Wenn es ein Krimineller darauf anlegt, Schaden anzurichten, dann werden sie es auch schaffen“, sagt Lagler. Warum? „Diese Leute analysieren die Gebäude sehr genau, studieren die Immobilie, die Strukturen und Arbeitsabläufe und finden dann die Schwachstelle.“ So wie es der Täter auch in Manchester getan hat.

Hätte der Anschlag in Manchester verhindert werden können? „Nein“, sagt Lagler, „darauf hätte sich niemand vorbereiten können. Der Täter hat einfach die Immobilie studiert und den perfekten Augenblick abgewartet.“

Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen gibt es keine 100-prozentige Sicherheit. „Früher oder später wird etwas passieren. Die Frage ist nur, wann und was“, so Lagler. Man sollte also wachsam sein, rät Lagler: „Mit offenen Augen durch das Gebäude und dessen Umfeld gehen. Steht etwa öfter ein verdächtiges Auto, sollte man lieber gleich die Exekutive rufen. Es sind alle Nutzer einer Immobilie gefordert, ihre Umgebung genau zu beobachten.“ Und wenn jemand verdächtig wirkt, ihn höflich ansprechen, fragen was er sucht - und Informationen herausfiltern, etwa, ob er unsere Sprache spricht. Erhärtet sich ein Verdacht, sollte man das Sicherheitspersonal darauf hinweisen. Ein weiterer Ansatz sei, dass Eigentümer die Immobiliennutzer aktiv ansprechen, wachsam zu sein. Das hätte auch eine stärkere Communitybildung zur Folge, was auch das Sicherheitsgefühl erhöht.