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Stabile Erträge im Retail

Nahversorgungsimmobilien weisen stabile Miet- und Renditeentwicklung auf

Autor: Gerhard Rodler

Nahversorgungsimmobilen – wie beispielsweise Lebensmitteldiscounter und Supermärkte – stellen eine attraktive und nachhaltige Assetklasse für Anleger dar. Im Vergleich zu anderen Immobilienassetklassen erzielten Anleger, die in Nahversorgungsimmobilien investierten, in den letzten Jahren mit durchschnittlich zwischen sechs und sieben Prozent Rendite deutlich höhere und stabilere Erträge. Zu diesem Ergebnis kommt die TLG IMMOBILIEN GmbH in der gemeinsam mit bulwiengesa erstellten Studie „Nahversorgungsimmobilien in Deutschland 2014 – Markttrends und Investmentchancen“. Zurückzuführen ist die Attraktivität von Nahversorgungsobjekten zum einen auf steigende Ausgaben für Lebensmittel in den vergangenen Jahren, zum anderen auf die künftige Ausgabensteigerung pro Kopf, die auch mögliche Einwohnerverluste kompensieren kann.

Dabei rücken ostdeutsche C- und D-Städte wie beispielsweise die regionalen Wachstumszentren Dresden, Erfurt und Rostock sowie Potsdam und Jena derzeit stärker in den Investmentfokus. Nahversorgungsimmobilien an diesen Standorten zeichnen sich durch vergleichsweise hohe Renditen von bis zu 7,2 Prozent aus. „Bei gleichem oder vergleichbarem Risiko bieten C- und D-Städte in Ost- und Westdeutschland teilweise deutlich höhere Renditen als in den Metropolen,“ erläutert Karoff die Studienergebnisse. Allerdings sind die Daten nur bedingt aussagekräftig, da nicht immer eine ausreichende Zahl an Transaktionen vorliegt. So ist beispielsweise der vergleichsweise starke Renditerückgang (siehe Grafik) in den ostdeutschen Nebenlagen – in den B- aber auch in den C- und D-Städten – darauf zurückzuführen, dass sich die Kauffälle in Ostdeutschland bislang vorwiegend auf moderne Neubauten mit bonitätsstarken Mietern wie Rewe oder Aldi und einer langen Mietvertragsdauer beschränken.