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Stabiler Immo-Investmentmarkt

Dennoch Auswirkungen von Covid-19

Autor: Charles Steiner

Zwar war der europäische Immobilienmarkt innerhalb der vergangenen drei Quartale krisenresistenter als erwartet, dennoch ortet CBRE in einer aktuellen Analyse spürbare Auswirkungen der Pandemie - vor allem im dritten Quartal. So sind innerhalb der neun Monate europaweit 183 Millionen Euro investiert worden. Das entspricht zwar nur einem leichten Rückgang von elf Prozent gegenüber dem Rekord-Vorjahr, das dritte Quartal musste mit einem Rückgang von 36 Prozent auf 49 Milliarden Euro doch Einbußen hinnehmen.

Jedoch trennt sich hier die Spreu vom Weizen, was die einzelnen Märkte betrifft. Laut CBRE seien die einen Märkte stärker betroffen gewesen als andere. Ein Beispiel ist etwa die Schweiz, die ein massives Plus bei den Investitionen eingefahren hatte. Dort sind rund 24 Prozent mehr investiert worden als 2019, im dritten Quartal hat sich mit einem Plus von 124 Prozent sogar ein massiver Sprung ergeben. Auch Österreich hat sich als robust und stabil erwiesen. Bis zum Jahresende ist ein Investmentvolumen von drei Milliarden Euro möglich. Das ist zwar weniger als im Rekordjahr 2019, allerdings ist das auch eher auf einen Produktmangel zurückzuführen.

Georg Fichtinger, Head of Investment Properties bei CBRE Österreich: „Investoren sehen Wiener Büroimmobilien auch außerhalb des Premium Segments aufgrund der geringen Neuflächenproduktion und dem grundsätzlich moderaten Mietlevel derzeit noch deutlich positiver als in anderen europäischen Märkten. Die in den Boomjahren oft von Investorenseite skeptisch beurteilte geringe Marktdynamik bei den Mieten und der hohe Anteil an öffentlichen Mietern am Wiener Büromarkt stellt aktuell einen Vorteil für den heimischen Büroinvestmentmarkt dar.“