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Österreichs Immo-Markt bleibt attraktiv

2021 wird Jahr der Digitalisierung

Autor: Charles Steiner

Die Covid-19-Krise hat sich auf die Attraktivität Österreichs als Immobilienstandort wenig ausgewirkt. Allerdings: Da und dort wird sich die Investmentlandschaft verändern, geht aus dem EY Trendbarometer Immobilien Investmentmarkt 2021 hervor. Generell könnte Österreich als Gewinner aus der Coronapandemie hervorgehen, ist zumindest die Meinung der im Trendbarometer befragten 50 aktiven Investoren und Marktteilnehmern. Aber vieles wird anders bewertet werden, kann man aus dem Barometer herauslesen, dessen erste Ergebnisse in den immo7 News vergangenen Freitag vorab gezeigt wurden. Aber: Alle Teilnehmer schätzten Österreich als attraktiv ein. Die überwiegende Mehrheit (84 Prozent) der Befragten ist jedenfalls der Meinung, dass der österreichische Immobilienmarkt im EU-Vergleich als Gewinner aus der Krise hervorgehen wird.

So wird das Jahr 2021 nach Ansicht von 83 Prozent der Befragten im Zeichen der Digitalisierung stehen. Fast drei Viertel (73 Prozent) erwarten aufgrund des Green-Deals einen erhöhten Druck zur Reduktion von CO2-Emissionen. Komplizierter wird die Lage auch für Projektentwickler, wie 70 Prozent der Umfrageteilnehmer angegeben haben. Der Trend steigender Preise im Wohnsegment wird sich im Jahr 2021 insbesondere in 1a-Lagen (67 Prozent) fortsetzen. Ein Drittel (33 Prozent) der Umfrageteilnehmer geht von einer stabilen Fortentwicklung der Preise aus. In 1b-Lagen wird das Preisniveau laut 59 Prozent der Studienteilnehmer gleichbleiben. Jeder Zehnte (11 Prozent) geht sogar von fallenden Preisen in 1b-Lagen aus. Etwas pessimistischer fallen die Einschätzungen für Büro- und Einzelhandelsimmobilien aus: Hier erwarten die Immobilieninvestoren kaum mehr Preissteigerungen. Gleichbleibend zum Vorjahr werden im Bürosegment in 1a- und 1b-Lagen vom Großteil der Befragten eher stagnierende Preise erwartet (65 Prozent bzw. 55 Prozent). „Gerade in volatilen Zeiten konzentrieren sich Investoren auf besonders sichere Standorte, zu denen Österreich ohne Frage gehört. Das bedeutet aber nicht, dass nicht auch hierzulande große Herausforderungen warten, die wir keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen können“, so Stephan Größ, Partner bei EY Law - Pelzmann Gall Größ Rechtsanwälte und Leiter des Real Estate Sektors bei EY Österreich. „Die anhaltende Corona-Pandemie hat auch auf österreichische Immobilien massive Auswirkungen und mit der Digitalisierung und dem Green Deal müssen wir uns dringend langfristigen Megatrends stellen.“