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Österreichische Baustellen schließen

Coronavirus bringt auch Bau zum Erliegen

Autor: Charles Steiner

Der Coronavirus legt jetzt auch die österreichischen Baustellen lahm. So hat etwa die Strabag sämtliche österreichischen Baustellen mit heutigem Tag eingestellt, wie aus einer Adhoc-Meldung des Konzerns hervorgeht. Das betrifft rund 1.000 Baustellen österreichweit, für die an Baustellen beschäftigten Mitarbeiter ist jetzt das Frühwarnsystem gemäß § 45a AMFG (Österreichisches Arbeitsmarktförderungsgesetz) ausgelöst worden . „Die Einschränkungen im öffentlichen Leben im Zusammenhang mit der Coronavirus-Prävention haben massive Auswirkungen auf unseren Baubetrieb. Nach Abwägung aller Interessen und vor allem auch der gesellschaftlichen Verantwortung wegen sehen wir uns gezwungen, diesen drastischen Schritt zu setzen“, so Strabag SE Vorstandsvorsitzender Thomas Birtel in einer Stellungnahme. Ausnahmen gäbe es nur bei infrastrukturkritischen Baustellen und bei jenen, wo der Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden könne.

Auch Swietelsky schließt aktuell nahezu alle Baustellen in Österreich, wie immoflash telefonisch in Erfahrung bringen konnte. Ein Sprecher erklärte, dass derzeit sämtliche Baustellen abgesichert werden, das werde bis Ende dieser Woche abgeschlossen sein. Ausnahmen bildeten lediglich Baustellen für die kritische Infrastruktur. Swietelsky bemühe sich, so viele Mitarbeiter wie möglich zu behalten, man strebe ein Kurzarbeitszeitmodell an. Wie da konkret weiterverfahren wird, entscheide sich in den kommenden Tagen.

Ebenso fährt die Habau sukzessive die Baustellen so weit wie möglich herunter, wie Habau-CEO Hubert Wetschnig dem immoflash erklärt: „Natürlich steht die Sicherheit der Allgemeinheit im Vordergrund, was auch bedeutet, dass unsere Bauplätze nicht von heute auf morgen verlassen werden können. Wir sind mit vereinten Kräften daran, die beste und sicherste sowie gesetzeskonforme Lösung für alle umzusetzen.“ Die Habau setzt sich ebenfalls zum Ziel, alle Arbeitskräfte langfristig zu erhalten. Wetschnig: „Im gewerblichen Bereich streben wir soweit und so rasch wie möglich an, ein Kurzarbeitsmodell mit den Sozialpartnern zu verhandeln. Bei den Angestellten haben wir Funktionen, die aufrecht bleiben können, bereits auf Homeoffice umgestellt. Beim restlichen Personal werden Urlaube und Zeitguthaben abgebaut.“

Noch verhalten gibt sich derzeit die Porr. Gegenüber dem immoflash heißt es, derzeit noch kein Statement abgeben zu können, da die vorliegende Situation von den Entscheidungen der Politik, der Auftraggeber und den Verfügbarkeiten von Zulieferern und Subunternehmen abhängig sei.

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