Immobilien Magazin

Strategiewechsel bei ÖBB

Weniger Verkäufe, mehr Vermietungen

Autor: Gerhard Rodler aus München

Rund zwei Millionen Quadratmeter an erzielbarer BGF haben die ÖBB alleine in Wien an nicht betriebsnotwendigen Flächen; 65 Prozent davon für Wohnen, 35 Prozent auf Büro und Gewerbe. Bis jetzt wurde dieser riesige Immobilienschatz scheibchenweise verkauft. Zwischen 80 und 100 Millionen Euro pro Jahr brachte der bislang an solchen Einmalerlösen. Das soll jetzt anders werden. Zumindest ein Teil der nicht mehr betriebsnotwendigen Flächen werden künftig als Baurecht vergeben, kündigte der Geschäftsführer der ÖBB Immobilien, Herbert Logar im Rahmen der ÖBB-Pressefahrt nach München einen Strategiewechsel der ÖBB an. „Wir steigen um vom Einmalerlös auf eine laufende, nicht mehr versiegende Erlösquelle." Während Grund und Boden für den freifinanzierten Bereich weiter verkauft werden dürfte, wird es jedenfalls beim geförderten Wohnbau - auf den rund ein Drittel des Wohnbaus auf ÖBB-Flächen entfällt - derartige Baurechtsmodelle geben.

Mehr noch. Künftig werden die ÖBB auch als klassische Immobilieninvestoren agieren, allerdings im soweit wie möglich risikolosen Bereich. Konkret könnten die ÖBB einen Teil ihrer letzten Wiener City-Liegenschaften, die Elisabethstraße 7, selbst entwickeln und dann langfristig vermieten. Gedacht ist hier an eine Büro- oder Hotelnutzung. Ähnliches wird auch für die Operngasse 16 überlegt. Die Elisabethstrasse 9 soll dagegen an den Meistbietenden verkauft werden.

Generell ist die ÖBB aber auch in den nächsten Jahren der wahrscheinlich größte Wohnbaubetreiber der Stadt Wien. Schon jetzt liegen Projekte für rund 3.300 Wohnungen vor, die in den nächsten Jahren realisiert werden. Wahrscheinlich noch einmal so viele könnten in einer nächsten Etappe kommen.

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