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Studie: Mehr Risiko für gleiche Rendite

Hohe Liquidität bringt Renditen unter Druck

Autor: Stefan Posch

Das Geld fließt in Strömen in den Immobilienmarkt. Doch die Spielräume für die Immobilieninvestoren verengen sich in Europa und damit sinken auch die Renditen. Das zeigt der aktuelle Immobilien-Investitionsklimaindex von Union Investment. Investieren werde damit zu einem Balanceakt, bei dem die Kapitalseite zu einem bestimmenden Faktor geworden ist, heißt es in einer Aussendung zur Studie. Durch aktiveres Liquiditätsmanagement und das ständige Austarieren zwischen Renditenverzicht und mehr Risikobereitschaft würden Immobilieninvestoren in Europa das Dilemma hoher verfügbarer Liquidität zu lösen versuchen.

52 Prozent der befragten europäischen Immobilieninvestoren erwarten, dass sie in den kommenden drei Jahren ihre selbstgesteckten Renditenziele nicht erreichen werden. „Der große Anlagedruck auf den Immobilienmärkten befördert das Risiko der Fehlallokation von Kapital“, telite Olaf Janßen, Leiter Immobilienresearch bei Union Investment mit. „Strategien werden also darauf auszurichten sein, die richtige Balance zu finden zwischen der in der Nullzinswelt erforderlichen Risikobereitschaft einerseits und der angesichts der Vielzahl bestehender Risiken gebotenen Vorsicht andererseits.“ Das Pendel schlage bei vielen Investorengruppen Richtung vorsichtige Risikobereitschaft aus, so Janßen. 60 Prozent der Investoren nannten „Rendite“ in der Umfrage als wichtigstes Anlagemotiv, weit vor den Aspekten „Sicherheit“ (29 Prozent) und „Liquidität“ (neun Prozent).