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Südeuropa vor dem Aufschwung

Positive Signale aus Griechenland & Co

Autor: Gerhard Rodler aus Cannes

Portugal, Italien, Griechenland und Spanien litten besonders unter den Auswirkungen der Finanzkrise: Alle Sektoren mussten einen Rückgang verkraften, auch die Tourismus- und Beherbergungsbranche.

Mit der Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds könnten diese Hotelmärkte jedoch bald einen Wendepunkt erreichen und sie in den nächsten Jahren zum Zentrum von Investmentaktivitäten machen. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie von Christie + Co und STR Global, einem Anbieter von Benchmarkzahlen in der Hotellerie.

Wie aus der Studie hervorgeht, stützten sich alle vier Länder in der Vergangenheit stark auf die Binnennachfrage, die jeweils bis zu 70 Prozent der Übernachtungszahlen generierte. Durch die Ausgabenkürzungen in Folge des Konjunkturrückgangs sind diese Zahlen jedoch stark eingebrochen. Seit 2008 ist der Anteil internationaler Ankünfte hingegen von 10 auf 36 Prozent gestiegen, wodurch die sinkende Nachfrage aus dem jeweiligen Inland ausgeglichen werden konnte und die Folgen der Konjunkturflaute weniger heftig ausfielen.

Der internationale Tourismus führte außerdem zu einem Anstieg der Gesamtausgaben um 24 Prozent und konnte damit auch das seit 2009 mit 0,7 Prozent nur äußerst geringe Wachstum der Binnenausgaben auffangen. Laut Hochrechnungen des World Travel and Tourism Council sollen bis 2024 Reisende aus dem Ausland über 165 Milliarden Euro in Portugal, Italien, Griechenland und Spanien ausgeben. Das entspricht einem Anstieg von 47 Prozent.