Immobilien Magazin

Supernova-Deal in Slowenien fix

Der Erwerb von zehn Einkaufszentren in Slowenien von der angeschlagenen Mercator-Gruppe durch die Supernova ist fix. Das ist jetzt endgültig bestätigt worden.

Autor: Charles Steiner

Noch am Dienstag gab sich Supernova-Boss Frank Albert gegenüber dem immoflash zu Spekulationen der kroatischen Tageszeitung Dvevnik bedeckt, wonach der Grazer Immobilieninvestor kurz vor der Übernahme von mehreren Einkaufszentren in Slowenien stehe. Jetzt ist der Deal fix - 10 Einkaufszentren mit einer vermietbaren Fläche von über 100.000 m² übernommen, ein wesentlicher Teil werde im Rahmen eines Sale-and-Lease-Back-Verfahrens von Mercator angemietet werden. Die Transaktion sei von beiden Seiten freundschaftlich und im Sinne einer langfristigen Partnerschaft durchgeführt worden, mit der Übernahme durch die Supernova sollen sowohl die Marktpositionen von Supernova als auch von Mercator langfristig abgesichert werden. Ein Kaufpreis wurde nicht genannt, spekuliert wird aber über ein Volumen von etwa 200 Millionen Euro.

Bei den Standorten handelt es sich ausnahmslos um Leitprojekte in den jeweiligen Regionen, es gebe vonseiten der Supernova bereits konkrete Pläne, die einzelnen Objekte stufenweise zu verbessern. Dabei sollen die Zentren auch hinsichtlich sich ändernder Marktentwicklungen angepasst werden.

Die slowenische Handelskette Mercator gehört zum angeschlagenen kroatischen Konzern Agrokor, der derzeit Shoppingcenter und nicht betriebsnotwendige Immobilien verkauft, um Schulden abzubauen. Mercator will seinerseits bis 2021 Schulden um rund 320 Millionen Euro senken. Die aktuellen Nettofinanzschulden der Mercator-Gruppe betrugen Ende Juni über 771 Millionen Euro. Frank Albert hatte weiters vor drei Jahren mit der Supernova die 58 Filialen vom in die Pleite geschlitterten BauMax übernommen und größtenteils an die Baumarktkette OBI weitervermietet hatte.